Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes zeigt sich alarmiert angesichts der
deutlich sinkenden Spendebereitschaft. «Das liegt vor allem an der völlig übertriebenen
Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus», sagte der Sprecher für Hessen und Baden-Württemberg, Eberhard Weck, am Montag in Frankfurt. Für die beiden Bundesländer reiche der Lagerbestand an Blutprodukten
nur noch für zwei Tage aus.
Besonders betroffen seien Krebspatienten. «Ohne Blutspenden werden wirklich Menschen sterben. Und dann nicht am Coronavirus», kritisierte Weck.
Die Freiburger Uniklinik verschiebt nach eigenen Angaben bereits planbare Operationen bei einigen Patienten.
Jakob de Santis