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So verteidigt die Bundeskanzlerin die Verlängerung des Lockdowns

09:52
11.02.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die erneute Verlängerung des Lockdowns in der Corona-Krise verteidigt. Es gehe zwar um gravierende Einschränkungen, allerdings würden sie gemäß der Demokratie beschlossen, sagte Merkel am Donnerstag in ihrer Regierungserklärung im Bundestag. Die Politik sei verpflichtet, die Maßnahmen keinen Tag länger als nötig aufrechtzuerhalten und aufzuheben, wenn die Begründung dafür entfalle.

Merkel zeigte sich insgesamt zufrieden mit der Entwicklung bei den Infektionszahlen. Allerdings seien die Virusmutanten eine „reale Gefahr“. Sie seien aggressiver und leichter übertragbar als die bisherigen Formen. „Es kann auch in Zukunft weitere unerfreuliche Entwicklungen geben“, fügte die Kanzlerin hinzu. Weitere Informationen finden Sie hier.

Patrick Kuolt

Warum ausgerechnet die Friseure öffnen dürfen

09:49
11.02.2021
Der Verweis auf die „Corona-Matte“ gehört mittlerweile zu den Standardwitzen im täglichen Smalltalk. Den Friseuren hingegen ist schon lange nicht mehr zum Lachen zumute. Seit den neuerlichen Zwangsschließungen Mitte Dezember wird ihre Not immer virulenter.

Umso größer die Erleichterung, dass sie nun bei den Lockerungen des Shutdowns als erste Branche bedacht werden. Vom 1. März an sollen die Friseure bei günstiger Infektionslage wieder öffnen dürfen – unter strengen Hygieneauflagen, versteht sich. Aber die waren ja weitgehend auch schon vor der Pause üblich.

Ausgerechnet die Friseure dürfen wieder arbeiten, nicht jedoch der Modehandel zum Beispiel – warum eigentlich? Die baden-württembergische Landesregierung verweist nüchtern auf die Bedeutung des Haareschneidens für die Körperhygiene – wäre dies das zentrale Argument, dann würde es sich fragen, wie wir es bisher mit unserer Körperhygiene halten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) lädt die Entscheidung der Regierungschefs daher mit der Begründung auf, dass sich bei dieser Art von Körperpflege auch um eine „Frage der Würde“ handelt – eine ungewohnt empathische Sicht der Politik auf einen an sich profanen Akt. Mehr dazu...

Patrick Kuolt