Die Beatmungsplätze in der Nürtinger Medius-Klinik sind belegt. Am Donnerstag mussten deshalb mit mehreren Intensiv-Rettungswagen und einem speziell aus der Schweiz angeforderten Intensivtransport-Hubschrauber vier Patienten im Alter zwischen 36 und 60 Jahren in die Universitätsklinik Tübingen und ins Krankenhaus nach Esslingen transportiert werden. Die vier Patienten waren zunächst mit anfänglichen Symptomen in die Medius-Klinik eingewiesen worden. Ihr Zustand hatte sich allerdings rapide verschlechtert. Weil es keine freien Beatmungsplätze mehr gab, mussten sie verlegt werden. Der eingesetzte Hubschrauber ist der sogenannte Lions 3, der zur DRF Luftrettung gehört. Dieser schützt den Piloten und ist speziell für die Verlegung von Intensivpatienten ausgestattet. So können Passagiere unter ständiger Beatmung und Bewachung transportiert werden.
Die Medius-Klinik, die dem Landkreis Esslingen gehört, hatte sich bereits seit Wochen auf die Corona-Krise vorbereitet und die Zahl der Beatmungsplätze auf 18 erhöht, davon zehn für Corona-Patienten. Am Donnerstag waren schließlich alle belegt. Medius-Unternehmenssprecherin Iris Weichsel bestätigte das: „Vier Patienten wurden per Hubschrauber und Krankenwagen nach Tübingen und Esslingen verlegt.“ Die Medius-Klinik in Nürtingen hat momentan 34 Corona-Patienten in klinischer Behandlung.
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