Letztes Update:
20200331112624

Landtagssitzung wird wahrscheinlich abgesagt

08:11
12.03.2020
Die Plenarsitzung des Landtags an diesem Donnerstag wird wahrscheinlich abgesagt. Grund sei, dass ein Grünen-Abgeordneter erklärt habe, Kontakt zu einer Person gehabt zu haben, die positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, teilte eine Sprecherin des Landtags in Stuttgart mit. "Aus Vorsichtsgründen und zur Vermeidung einer weiteren potenziellen Übertragung ist deshalb damit zu rechnen, dass die für heute anberaumte Plenarsitzung abgesagt wird." Das Landtagspräsidium komme um 9.00 Uhr zur Sondersitzung zusammen, um eine Entscheidung zu treffen.

(dpa/lsw)

Bildungsministerin Stefanie Hubig: Abitur soll stattfinden

06:32
12.03.2020
Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, die Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, Stefanie Hubig (SPD), hat bekräftigt, dass die bevorstehenden Abitur-Prüfungen trotz der Corona-Krise stattfinden sollen und werden. Im Radioprogramm SWR Aktuell sagte Hubig, in Rheinland-Pfalz würden die mündlichen Prüfungen vom 16. bis 25. März planmäßig abgehalten: „Dort, wo Schulen geschlossen sind und das Abitur verschieben müssen, muss es einfach nachgeholt werden. Wir sind auch da ganz eng in Abstimmung mit den Schulen.“
 

(pm)

Schausteller fürchten nach Absage von Wasen und Maifest um Existenzen

06:18
12.03.2020
Stuttgarts Frühlingsfest ist ein Einnahmegarant für Schausteller mit ihren Achterbahnen und Schießbuden. Auch der Mannheimer Maimarkt ist wichtig für die Umsätze. Nun fallen die Feste wegen des Coronavirus aus, viele weitere dazu. Schausteller fürchten die Pleite.

Nach den Absagen des Stuttgarter Frühlingsfestes und des Maimarktes in Mannheim wegen des Coronavirus stehen viele Schausteller nach Angaben ihrer Verbände vor dem Aus. "Wir stehen jetzt mit dem Rücken zur Wand. Für etliche von uns kann das eine Existenzfrage werden", sagte Mark Roschmann, der Vorsitzende des Schaustellerverbands Südwest Stuttgart, der Deutschen Presse-Agentur.

Der Landesverband Schausteller und Marktkaufleute Baden-Württemberg, die zweite Vereinigung in der Branche, forderte Hilfsprogramme durch die Politik. "Auch wir sind Unternehmer, auch wir brauchen jetzt dringend Hilfe", sagte Verbandspräsident Werner Burgmeier. "Denn ansonsten bedeutet das für viele Schausteller und Marktbeschicker das Ende."

Bislang sei es möglich gewesen, bei Absagen auf andere und kleinere Veranstaltungen zurückzugreifen. «Aber das fällt jetzt weg, weil auch dort viel weniger stattfindet», sagte Roschmann, der auf dem Cannstatter Wasen ein Kettenkarussell und einen Maiskolbenstand betrieben hätte. «Wir sind jetzt seit dem Ende des Weihnachtsmarktes mehr oder weniger arbeitslos und ohne Einkünfte.» Die meisten Schausteller müssten sich nach den jüngsten Absagen gezwungenermaßen mit ihren Banken zusammensetzen.

Nach Schätzungen Roschmanns entsprechen die Einnahmen durch das Stuttgarter Frühlingsfest etwa einem Drittel des Umsatzes eines mittelgroßen Schaustellerbetriebs. Gegen Ausfälle zum Beispiel durch die Absage seien die Verbandsmitglieder nicht versichert. «Die laufenden Kosten sind da, die Abbuchungen auch.»

Nach Angaben des Deutschen Schaustellerbunds zählt die Branche derzeit bundesweit rund 5300 Schaustellerunternehmen mit 31 800 Beschäftigten. Die Schausteller beschicken etwa 9750 deutsche Volksfeste und rund 3000 Weihnachtsmärkte. Zahlen für Baden-Württemberg liegen nicht vor.

(dpa/lsw)

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