Letztes Update:
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Felix Kästle/dpa

Vorbereitungen auf Schulschließungen

14:17
09.03.2020
Die Kultusbehörden bereiten sich auf die Folgen von Schulschließungen wegen des Coronavirus vor. «Bei uns beginnen in den nächsten sechs, acht Wochen Prüfungen. Pauschale Absagen wären ein Riesenproblem», sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Eventuell müsse man mehr Nachschreibe-Termine etwa fürs Abitur anbieten als bisher geplant. «Darauf bereiten wir uns tatsächlich vor.»

Es gebe keine Blaupause für die derzeitigen Schulschließungen. «Da brauchen wir dann einen flexiblen und pragmatischen Umgang. Es darf nicht zu Lasten der Schüler gehen oder auch nicht zu einer Belastung von Lehrern werden.»

Eisenmann sprach sich aber weiterhin gegen pauschale Schulschließungen aus. «Wir müssen den Einzelfall betrachten», sagte sie. «Alle Schulen oder alle Kitas zu schließen, wäre tatsächlich der Ausdruck von Panik und Unübersichtlichkeit. Das ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich. Es gebe knapp 5000 Schulen und knapp 9000 Kitas im Land. «Deshalb reden wir derzeit wirklich noch von Einzelfällen.» 

(dpa/lsw)

Umfrage: Jedes zweite Unternehmen spürt schon Coronavirus-Folgen

14:20
09.03.2020
Gut jedes zweite Unternehmen in Baden-Württemberg spürt einer Umfrage zufolge bereits Auswirkungen der Coronavirus-Epidemie auf seine Geschäfte. "Unsere exportorientierte Wirtschaft war natürlich recht schnell von Problemen bei Lieferketten und Geschäftsreisen betroffen", sagte der Präsident des Industrie- und Handelskammertages im Südwesten (BWIHK), Wolfgang Grenke, am Montag in Stuttgart. Die bundesweite Umfrage hatte der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) initiiert, mehr als 10 000 Betriebe nahmen teil, davon rund 850 in Baden-Württemberg. Während deutschlandweit 52 Prozent der Unternehmen angaben, schon Auswirkungen zu spüren, waren es im Südwesten 56 Prozent.

43 Prozent gaben zudem an, die Reisetätigkeit einzuschränken. 38 Prozent haben wegen der Lungenkrankheit Covid-19 Messen oder sonstige Veranstaltungen abgesagt. Mehr als ein Viertel der befragten Südwest-Unternehmen erwartet außerdem als Folge der Epidemie in diesem Jahr einen Umsatzrückgang von mehr als zehn Prozent.

Die Spitzenverbände der Wirtschaft in Baden-Württemberg begrüßten die Beschlüsse der Berliner Koalition zu einem umfangreichen Paket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen. Unter anderem, so die Einigung von Sonntagabend, sollen die Hürden für den Bezug von Kurzarbeitergeld deutlich gesenkt werden. Das müsse nun aber auch so schnell wie möglich umgesetzt werden und gegebenenfalls auch rückwirkend gelten, forderten die Verbände.

(dpa/lsw)

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