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Opposition: Coronavirus offenbart Schwächen im Gesundheitssystem

11:26
04.03.2020
Der Umgang mit dem neuartigen Coronavirus hat nach Ansicht der Opposition Schwächen des Gesundheitssystems in Baden-Württemberg offengelegt. SPD-Fraktionschef Andreas Stoch sagte am Mittwoch im Landtag: «Wir merken, an manchen Stellen ist unser Gesundheitssystem nicht optimal aufgestellt.» Zu denken geben solle etwa, wenn Arztpraxen schon jetzt fragten, was sie tun sollten, wenn ihnen die Schutzkleidung ausgehe. Manche europäische Nachbarländer hätten auch ein leistungsfähigeres Netz an Infektionsstationen in Kliniken. Er merkte auch an, Baden-Württemberg kalkuliere mit «Tausenden Ärzten im Ruhestand», die notfalls einspringen sollten.

Der FDP-Politiker Jochen Haußmann sagte, es sei ein besorgniserregender Zustand, dass bei gerade einmal 44 Erkrankten die Schutzausrüstung für Krankenhauspersonal und Ärzte knapp werde. «Und Desinfektionsmittel wird plötzlich zum raren Gut.»  

AfD-Fraktionschef Bernd Gögel meinte, die grün-schwarze Landesregierung habe es versäumt, die Bevölkerung rechtzeitig und umfassend über Schutzmaßnahmen zu informieren. Zudem sei es dringend nötig, dass Wirkstoffe für Medikamente wieder in Deutschland produziert würden und nicht in Billiglohnländern wie China. Ansonsten sei man im Ernstfall nicht in der Lage, die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

dpa/lsw

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