Freudenstadt - Wie sollen sich Freudenstädter, die angesichts von Corona zur Risikogruppe zählen, mit Lebensmitteln versorgen, wenn sie die Wohnung nicht verlassen sollten? Mit diesem Problem befassen sich derzeit die Stadtverwaltung und das Rote Kreuz.
Die Stadt will bis spätestens Montag eine Plattform auf ihrer Internetseite einrichten, auf der Hilfsbedürftige und diejenigen, die helfen wollen, zueinander finden. Außerdem gibt es ein Hilfe-Telefon zur Koordination privater Hilfsangebote. Auch der Einzelhandel in Freudenstadt stelle sich auf die neue Situation ein, so die Stadt. Viele Händler bieten Onlineshops an, andere einen Lieferservice. Eine Liste aller Betriebe mit Lieferservice will die Stadt in den nächsten Tagen auf ihrer Homepage zur Verfügung stellen.
Dies sei ein sinnvoller Service, zumal der Betrieb des Rufautos-60-Plus eingestellt worden sei, sagte Johannes Stocker, der DRK-Kreisgeschäftsführer. Dieses hätten viele Senioren zum Einkaufen genutzt. Einen Einkaufsdienst haben Pfarrer Steffan Itzek und Helmut Klaißle, der Ortsvorsteher von Kniebis, auch für den Stadtteil eingerichtet. 20 Freiwillige haben sich darin zusammengefunden. Einkäufe für andere erledigt haben bislang auch die Mitglieder des Stadtseniorenrats. Allerdings bislang für Mitglieder. Ab sofort können sich Helfer und Hilfesuchende unter Telefon 07441/86 75 40 montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr melden, um ihre Anfragen und Angebote zu hinterlassen. Über die Online-Plattform www.freudenstadt.de/hilfe werden ab Montag die Anfragen zusammengeführt, so dass Bürger sich auf diesem Weg gegenseitig unterstützen können, teilt die Stadt mit.