Letztes Update:
20200331112624

Bundespolizei: Lage an Grenzen «ruhig» - kaum längere Lkw-Staus

10:08
18.03.2020
Die Ausgangssperre in Frankreich wegen der Coronakrise zeigt an der Grenze zu Baden-Württemberg Wirkung: «Der Pkw-Verkehr hat sich fast auf Null reduziert», sagte am Mittwoch ein Sprecher der Bundespolizeiinspektion Offenburg. Nur Berufspendler seien morgens noch unterwegs gewesen. Nach wie vor fahren demnach aber noch sehr viele Lastwagen. Es komme deshalb an der französischen Grenze punktuell zu Verzögerungen. Im Gegensatz zum Montag, als Lastwagen noch bis zu zweieinhalb Stunden hätten warten müssen, handle es sich jetzt meist nur um Minuten. Die Lage beschrieb der Sprecher als «momentan ruhig».

Auch an der Schweizer Grenze sieht es ähnlich aus. Ein Sprecher der Autobahnpolizei Weil am Rhein sagte: «Wir haben immer Lkw-Stau.» Die Situation sei etwa gleich wie sonst auch.

(dpa/lsw)

Wie lange könnte der Ausnahmezustand noch andauern?

10:00
18.03.2020
John Ziebuhr vom Institut für Medizinische Virologie der Justus-Liebig-Universität Gießen rechnet damit, dass die Empfehlungen, soziale Kontakte auf ein Mindestmaß zu beschränken, für mindestens vier bis fünf Wochen gelten werden - «vielleicht auch ein paar Wochen länger. Das halte ich für eine sinnvolle Größenordnung, um die Situation neu beurteilen zu können», sagte der Infektiologe. Schul- und Kitaschließungen gelten in der Mehrzahl der Bundesländer zunächst bis zum Ende der Osterferien, also bis Mitte oder Ende April.

Es sei eine Illusion, zu glauben, dass nach den Osterferien alles wieder seinen ganz gewohnten Gang nehmen werde, sagte der Virologe Jonas Schmidt-Chanasit dem Fernsehsender ntv: «Wir reden hier immer über einen Zeitraum von mehreren Monaten, wo wir mit diesen Einschränkungen leben müssen.» 

(dpa)

RKI: Zehn Millionen Infizierte bei Nicht-Einhalten der Maßnahmen

09:58
18.03.2020
Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI) hat vor einem Szenario mit zehn Millionen Coronavirus-Infektionen bis in einigen Monaten in Deutschland gewarnt. Dies könne eintreten, wenn die von der Bundesregierung angeordneten Maßnahmen nicht eingehalten würden, sagte Lothar Wieler am Mittwoch in Berlin. «Wir haben einen exponentiellen Verlauf der Epidemie.» Wieler appellierte an die Menschen, ihre sozialen Kontakte zu reduzieren. Das Virus werde nur von Mensch zu Mensch übertragen. Inzwischen habe das RKI knapp 8200 bestätigte Fälle bundesweit gemeldet bekommen, gut 1000 mehr als am Vortag.

(dpa)

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