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Schulen und Kindergärten öffnen zum vorerst letzten Mal

08:25
16.03.2020
Vor der mehrwöchigen Zwangspause durch das Coronavirus haben am Montag in Baden-Württemberg zum vorerst letzten Mal der Unterricht in den Schulen und die Betreuung in den Kindergärten begonnen. Kinder und Jugendlichen sollen nach Angaben des Kultusministeriums Hausaufgaben und wichtige Informationen abholen können. Anschließend heißt es: Schulen und Kitas dicht bis zum Ende der Osterferien - was trotz einer häufig eingerichteten Notbetreuung vor allem viele berufstätige Eltern vor Probleme stellen dürfte.

Baden-Württemberg ist neben Nordrhein-Westfalen und Bayern das am stärksten von der Ausbreitung des Coronavirus betroffene Bundesland. Von den Schul- und Kita-Schließungen könnten bis zu 1,6 Millionen Familien und Alleinerziehende mit Kindern betroffen sein. Trotzdem verteidigte die Landesregierung die Schließung der Schulen und Kindertagesstätten als einzig richtige Maßnahme. Auch andere Bundesländer hatten zuvor angekündigt, landesweit alle Schulen und Kindertagesstätten bis Ostern zu schließen.

In Baden-Württemberg besuchen derzeit rund 1,5 Millionen Schüler allgemeinbildende oder berufliche Schulen. Rund 444 000 Kinder wurden 2019 in Kindertageseinrichtungen betreut.

Bis zum Sonntag waren in Baden-Württemberg bei den dortigen Behörden 977 Infektionen bestätigt. Drei Menschen sind bisher nachweislich an den Folgen einer Infektion gestorben.

(dpa/lsw)

Bayern stellt für Coronakrise zehn Milliarden Euro bereit

09:15
16.03.2020
Zum Schutz der bayerischen Wirtschaft vor den Folgen der Coronakrise stellt der Freistaat Bayern bis zu zehn Milliarden Euro Sondervermögen bereit. «Wir lassen niemanden allein», sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

Zudem gilt in Bayern ab sofort der Katastrophenfall. Das teilte Söder ebenfalls am Montag mit.

(dpa)

BaWü-Kultusministerin setzt auf digitale Lernangebote

09:14
16.03.2020
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) setzt angesichts flächendeckender Schulschließungen wegen des Coronavirus auch auf digitale Lernangebote. In Bezug auf die Schulschließungen habe sie Vertrauen in die Lehrer, sagte sie am Montagmorgen im Radioprogramm «SWR Aktuell». Sie setze darauf, dass von den Schulen jetzt Übungen digital an die Schüler weitergegeben würden. «Und wenn es irgendwie gar nicht funktioniert, greifen wir vielleicht auch einfach auf die gute, alte Post zurück.»

Sie sei sich bewusst, dass die Schulschließungen für Eltern und Kinder eine große Herausforderung seien. Dringend geboten sei es jetzt, «zu verhindern, dass Kinder dann in ein Loch fallen.» Eisenmann sprach von einer absoluten Notsituation. «Das gab’s so noch nie. Auf so was kann man sich auch nicht allumfassend vorbereiten.» Jeder müsse seinen Teil beitragen.

(dpa/lsw)

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