Letztes Update:
20200331112624

Abweichende Corona-Fallzahlen: die Erklärung

08:01
15.03.2020
In der offiziellen Statistik des Gesundheitsministerium hat der Kreis Freudenstadt drei Corona-Fälle. In Wirklichkeit sind es zehn, wie das Landratsamt Freudenstadt am Samstagnachmittag gemeldet hat. In Tübingen sind es laut dieser Statistik 23, in Wirklichkeit schon 47. Wie kann das sein? Dazu hat das Gesundheitsministerium bereits selbst eine Erklärung gegeben. Bei der Übermittilung der Zahlen gibt es Verzögerungen: "Wir veröffentlichen die aktuellen Zahlen und aktualisieren die Karte auf unserer Website unmittelbar, nachdem wir neue Daten vom Landesgesundheitsamt erhalten haben. Dass diese Fall-Zahlen teilweise von denen der örtlichen Gesundheitsämter abweichen, ist der Meldekette geschuldet: Die örtlichen Gesundheitsbehörden erfahren als erste Instanz von bestätigten Covid-19-Fällen, diese melden sie dann an das Landesgesundheitsamt, welches die Fälle aus ganz Baden-Württemberg erfasst und sie dann gebündelt an das Ministerium für Soziales und Integration weiterleitet. Bei der Übermitteilung dieser Zahlen kann es zu zeitlichen Verzögerungen kommen." Das bedeutet aber auch: Die am Samstagabend genannte Gesamtzahl für Baden-Württemberg von 827 wird wohl in Wirklichkeit deutlich höher liegen.

Florian Ganswind

Ärztefunktionäre besorgt wegen Personallage in Kliniken

08:00
15.03.2020
Angesichts eines längerfristigen Kampfes gegen die Coronavirus-Epidemie weisen Ärztefunktionäre auf eine drohende Knappheit von Mitarbeitern in Krankenhäusern hin. «Was uns mehr Sorgen macht als die apparative Ausstattung, ist das Personal», sagte Michael Pfeifer, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin.

Die Ressource Mensch in den Intensivstationen sei knapp. Personal, das nicht intensivmedizinisch ausgebildet sei, müsse frühzeitig geschult werden, damit es in Krisensituationen zusätzlich eingesetzt werden könne.

Uwe Janssens, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, stellte in diesem Zusammenhang Empfehlungen des Robert Koch-Instituts in Frage. Demnach soll Personal, das engen ungeschützten Kontakt zu einem bestätigten Fall hatte, in häusliche Quarantäne gehen.

Dies sei «schlichtweg nicht praktikabel», wenn man das Gesundheitssystem nicht zum Einsturz bringen wolle, sagte Janssens. Die Mitarbeiter in den betroffenen Krankenhäusern stünden zudem unter hohem psychologischen Druck. Zusätzlich zu einer großen Arbeitsbelastung hätten viele Angst, selbst zu erkranken oder andere unbewusst mit dem Virus zu infizieren.

(dpa)

Easter Cross Festival in Oberndorf abgesagt

08:00
15.03.2020
Das Easter Cross Festival in Oberndorf a. N. wird abgesagt. "Ob und wie eine Durchführung zu einem anderen Termin möglich ist, prüfen wir gerade", heißt es in einem Facebookpost der Veranstalter

(sb)

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