Freiburg - Die Stadt Freiburg und ihr Umland haben ein vorerst bis 20. April dauerndes Verbot von Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 50 Teilnehmern erlassen. Mit den Maßnahmen soll die weitere Verbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.
Nach Angaben des Landratsamts in Freiburg sind allein in der Stadt Freiburg und im Kreis Breisgau-Hochschwarzwald von Donnerstag auf Freitag die Fallzahlen der Corona Infizierten um 100% auf 70 angestiegen. Von dem Verbot betroffen sind auch städtische Einrichtungen wie Museen, Theater und Schwimmbäder, so Freiburgs erster Bürgermeister Ulrich von Kirchbach (SPD).
Freiburgs Ordnungsbürgermeister Stefan Breiter (CDU) sagte am Freitag, dass er froh sei, dass man eine gemeinsame Vorgehensweise der Landkreise Lörrach, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen und der Ortenau gefunden habe. Auch Oberbürgermeister Martin Horn (parteilos) sei auf seiner Delegationsreise in Nicaragua ständig in alle Entscheidungen eingebunden gewesen, so Breiter. Mittlerweile habe Horn seine Reise vorzeitig abgebrochen und sei auf dem Nachhauseweg. Man wolle mit den nun getroffenen Maßnahmen erreichen, dass die südbadische Rheinseite ähnlich restriktiv mit der Corona-Thematik umgeht wie das Elsass, das seit einer Woche aufgrund der massiven Corona-Ausbreitung als Risikogebiet gilt.
Von Kirchbach sagte, dass ihm klar sei, dass der Erlass ein schwerer Einschnitt sei. Der Gesundheitsschutz gehe aber vor. "Wir wollen nicht Risikogebiet werden, wie Italien" , so Breiter wörtlich.
Landrätin Dorothea Störr-Ritter (CDU) sagte am Freitag, dass sie es begrüße, wenn der Bund nun entscheide, dass die Grenzkontrollen in Deutschland verstärkt werden und Corona Verdachtsfälle künftig ins jeweilige Herkunftsland zurückgeschickt werden können. Eine entsprechende Entscheidung erwarte sie noch am im Laufe des Freitagnachmittags, so Störr-Ritter.