Letztes Update:
20200228134518

Mangel an Infomaterial und Schutzausrüstung

13:43
27.02.2020
Die Arztpraxen in Deutschland wünschen sich mehr Unterstützung, angesichts der steigenden Zahlen von Corona-Infektionen auch hierzulande. In einer Blitzumfrage des Branchendienstes änd.de (Ärztenachrichtendienst, Hamburg) beklagten drei Viertel der über 1.000 befragten Haus- und Fachärzte, dass sie nicht genug Info- und Aufklärungsmaterial für Patienten hätten. Außerdem seien Tests, Schutzanzüge und Atemschutzmasken nicht mehr – oder nur zu horrenden Preisen – bestellbar.

Online-Redaktion

Corona-Börsenabsturz geht weiter

11:17
28.02.2020
Zum Ende einer historisch schlechten Börsenwoche haben Anleger am Freitag endgültig das Handtuch geworfen. Die Furcht vor den womöglichen rezessiven Folgen des neuartigen Coronavirus für die Weltwirtschaft ließ Investoren auf breiter Front Aktien abstoßen. "Im Würgegriff des Virus – eine Handelswoche, die man so schnell nicht vergisst", sagte Analyst Miraji Othman von der Bayerischen Landesbank.

Der EuroStoxx 50 als Leitindex für die Eurozone brach im Tief um fast fünf Prozent ein auf den niedrigsten Stand seit Sommer vergangenen Jahres. Zuletzt notierte er noch mit 3,5 Prozent im Minus bei 3334 Punkten. Seit Wochenanfang belaufen sich die Verluste auf mehr als zwölf Prozent. Für den Monat Februar fällt die Bilanz mit einem Verlust von mehr als acht Prozent ebenfalls düster aus.

Noch in der vergangenen Woche hätten die Aktienbörsen auf Rekordständen oder mehrjährigen Hochs notiert, sagte Othman. "Entsprechend stark fallen nun die Anpassungen an die neuen Verhältnisse aus". Das zuvor allgemein akzeptierte Szenario einer raschen Wiederbelebung der chinesischen Wirtschaft hätten die Marktakteure nun ad acta gelegt. Der starke Ausbruch der Infektionen in Italien, Korea und anderen Ländern verdeutliche, dass das Covid-19-Virus ein nun globales Phänomen sei.

Analyst Jim Reid von der Deutschen Bank fühlte sich an den Börsencrash von vor 13 Jahren erinnert, als auch eine Abkühlung der chinesischen Wirtschaft die Weltbörsen mit nach unten gerissen hatte. In den vergangenen Jahren, so Reid, hätten in Schwächephasen entweder US-Präsident Donald Trump mit einem Tweet oder aber die Notenbanken mit niedrigeren Zinsen und frischem Geld an den Märkten für neue Zuversicht gesorgt. In der Coronavirus-Epidemie seien beiden Akteuren jedoch mehr oder weniger die Hände gebunden. (dpa)

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