Letztes Update:
20200316181708

Einschneidende Maßnahmen

17:37
16.03.2020
 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) schwört die Menschen in Deutschland auf "einschneidende Maßnahmen" ein, um die Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Das seien Maßnahmen, die es so in Deutschland noch nie gegeben habe, sagte sie am Montag in Berlin. Diese seien im Augenblick notwendig, um die Zahl der Erkrankungen und damit die Zahl der schweren Erkrankungen zu reduzieren. Es gehe darum, das Gesundheitssystem nicht zu überfordern, erklärte Merkel.
Zuvor hatten die Bundesregierung und die Regierungschefs der Bundesländer Leitlinien für ein einheitliches Vorgehen vereinbart. Demnach sollen aufgrund der Corona-Pandemie religiöse Veranstaltungen ebenso verboten werden wie Zusammenkünfte in Vereinen und sonstige Sport- und Freizeitveranstaltungen. Die normalen Schulen sind in den meisten Bundesländern bereits geschlossen oder werden es in den kommenden Tagen.
Die Leitlinien unterstreichen zudem, welche Läden nicht geschlossen werden sollen, darunter der Lebensmitteleinzelhandel, Wochenmärkte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Friseure, Reinigungen, Baumärkte und weitere. Für diese Bereiche sollen auf Empfehlung von Bund und Ländern sogar "Sonntagsverkaufsverbote bis auf weiteres grundsätzlich ausgesetzt werden". Bars, Kneipen, Kultureinrichtungen, Prostitutionsstätten und Sporteinrichtungen sollen dagegen schließen. (epd)

Online-Redaktion

EU reagiert

17:31
16.03.2020
 Im Kampf gegen das Coronavirus will EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen die Einreisen in die Europäische Union für 30 Tage auf ein Minimum beschränken. Ausgenommen würden neben allen EU-Bürgern und ihren Angehörigen Personen mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten, sagte von der Leyen am Montag nach einer Videokonferenz mit den Staats- und Regierungschefs sieben führender westlicher Industriestaaten (G7). Auch Menschen, die wichtige Güter transportierten, und Pendler in Grenzregionen dürften weiter in die EU kommen.

Online-Redaktion