Haltbare Lebensmittel, Getränke, Toilettenpapier, Reinigungstücher und Desinfektionsmittel: Die Verbreitung des Coronavirus in Deutschland treibt Verbraucher zu Hamsterkäufen. Bilder aus Supermärkten zeigen leergeräumte Regale. Der Handel berichtet von einer gestiegenen Nachfrage, sieht aber keine Gefahr für die Versorgung der Bevölkerung.
Der Ökonom Marcel Fratzscher sieht in solchem "Herdenverhalten" eine Gefahr – ähnlich wie bei der unlängst an den Börsen ausgebrochenen Panik. "So etwas gibt es auch bei Unternehmen und Konsumenten. Das ist zum Teil sehr irrational", sagte der Chef des Berliner Forschungsinstituts DIW der ""Passauer Neuen Presse" (Samstag). Fratzscher warnte vor einer "Teufelsspirale", in der Firmen und Verbraucher auf die vielen Unsicherheiten mit Verhaltens- und Nachfrageänderungen reagieren. "Ein Abwärtsstrudel ist möglich. Die größte Gefahr wäre Panik."
Der Discounter Lidl hatte bereits am Freitag in einigen Regionen und Filialen "deutlich erhöhte Abverkäufe" verzeichnet, beispielsweise bei Konserven und Nudeln. Auch Aldi Süd hatte von einer verstärkten Nachfrage berichtet. Der Großflächendiscounter Kaufland hatte eingeräumt: "Bei stark nachgefragten Produkten kann es kurzfristig zu Engpässen kommen." (dpa)
Online-Redaktion