Letztes Update:
20200608123633

07:41
23.04.2020
Kanzlerin Angela Merkel kritisiert das Vorgehen einzelner Bundesländer bei der Öffnung der Beschränkungen in der Corona-Krise scharf. Die Umsetzung der Beschlüsse von Bund und Ländern aus der vergangenen Woche wirke auf sie "in Teilen sehr forsch, um nicht zu sagen zu forsch", sagt die Kanzlerin.  Welche Länder sie meint, sagt Merkel nicht.

07:39
23.04.2020
Merkel wirbt erneut um Verständnis für die Einschränkungen. Nichts sei ihr bisher schwerer gefallen als die Beschränkung freiheitlicher Grundrechte, sagt die Kanzlerin. Ganz besonders belaste sie, wie die Menschen in Pflege- oder Altenheimen in dieser Krise weitgehend isoliert leben müssten, wo Einsamkeit ohnehin ständig zugegen sei. Es sei "grausam", wenn außer der engagierten Pflegekraft niemand da sein könne. "Vergessen wir nie diese Menschen." Gerade die 80- bis 90-Jährigen hätten den Wohlstand des Landes begründet und aufgebaut. 
Sie sei weiterhin überzeugt, dass diese harten Einschränkungen dennoch notwendig seien. "Durch die Strenge mit uns selbst (...) haben wir die Ausbreitung des Virus verlangsamt", sagt Merkel. Zugleich hob sie hervor: "Unser Gesundheitssystem hält der Bewährungsprobe bisher stand."

Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

07:36
23.04.2020
Bundeskanzlerin Angela Merkel sagt der Weltgesundheitsorganisation volle Unterstützung zu. "Die WHO ist ein unverzichtbarer Partner, und wir unterstützen sie in ihrem Mandat", sagt sie in ihrer Regierungserklärung. US-Präsident Donald Trump hatte das Agieren der WHO in der Corona-Krise scharf kritisiert und die Streichung der finanziellen Mittel angekündigt. Dafür ist er internationale scharf kritisiert worden.