Letztes Update:
20200608123633

06:56
23.04.2020
UN-Generalsekretär António Guterres mahnt die Einhaltung der Menschenrechte im Kampf gegen das Coronavirus an. "Wir haben gesehen, wie das Virus selbst nicht diskriminiert, aber seine Auswirkungen - indem es tiefe Schwächen der öffentlichen Dienstleistungen und strukturelle Ungleichheiten aufdeckt, die den Zugang zu ihnen behindern", sagt Guterres in einer Videobotschaft. Menschenrechte müssten deshalb im Zentrum der Antwort auf die Pandemie stehen
Guterres betont dabei die "unverhältnismäßigen Auswirkungen auf bestimmte Gemeinschaften", die Zunahme von Hassreden im Internet und Angriffe auf schutzbedürftige Gruppen, die Maßnahmen gegen Covid-19 untergrüben. Vor dem Hintergrund steigenden Nationalismus, Populismus und autoritärer Führung könne die Krise in einigen Ländern als "Vorwand" für repressive Politik herhalten. Dies sei "inakzeptabel", Regierungen müssten transparent vorgehen und seien Rechenschaft für ihre Maßnahmen schuldig.

Foto: Francisco Estrada/NOTIMEX/dpa

06:31
23.04.2020
Nach Angriffen auf Ärzte und Krankenschwestern in Mexiko haben die Vereinten Nation Respekt vor der Arbeit des medizinischen Personals in der Corona-Krise gefordert. "Die UN in Mexiko rufen die gesamte Bevölkerung dazu auf, die Arbeit und die körperliche Unversehrtheit der Mediziner zu respektieren, die angesichts der Corona-Pandemie eine wichtige Arbeit leisten", heißt es in einer Stellungnahme. 
Zuletzt waren in Mexiko mehrfach Ärzte und Pfleger körperlich und verbal angegriffen worden. Die Angreifer warfen ihnen vor, das Coronavirus zu verbreiten. In Mexiko-Stadt wurde eine Krankenschwester beleidigt und geschlagen. In Axochiapan im Bundesstaat Morelos drohten Anwohner, ein Krankenhaus niederzubrennen, sollten dort Corona-Patienten behandelt werden. Die Nationalgarde bezog im ganzen Land vor 344 Kliniken und Gesundheitszentren Stellung, um das Personal zu schützen