Unkonzentriert, gelangweilt und zappelig, so sind viele Kinder und Jugendliche einer spanischen Studie zufolge, weil sie wegen der Krise seit Wochen kaum aus dem Haus dürfen. Diese und andere Verhaltensänderungen hätten insgesamt 86 Prozent von 1143 in Italien und Spanien beteiligten Eltern per Online-Fragebogen zu Protokoll gegeben, berichten die Autoren der Studie der Universität Miguel Hernández (UMH) in Elche bei Alicante. In Spanien beobachteten demnach die Eltern von 431 Kindern und Jugendlichen erhöhte Konzentrationsschwäche (69 Prozent), mehr Langeweile (49 Prozent) und größere Hibbeligkeit (45 Prozent).
Zudem verbringen Kinder der Umfrage zufolge in häuslicher Quarantäne viel mehr Zeit vor Bildschirmen: Durften vor der Krise nur 15 Prozent der Kinder in Spanien zwischen 3 und 18 Jahren pro Tag mehr als 90 Minuten vor dem Fernseher, Computer, dem Smartphone oder Smartpad zubringen, sind es während der Quarantäne nun 73 Prozent. Ein erheblicher Teil dieser Zeit dürfte aber auf das Konto des Online-Unterrichts wegen geschlossener Schulen gehen. Sportliche Aktivitäten gingen stark zurück.