Letztes Update:
20200608123633

08:22
22.04.2020
Unkonzentriert, gelangweilt und zappelig, so sind viele Kinder und Jugendliche einer spanischen Studie zufolge, weil sie wegen der Krise seit Wochen kaum aus dem Haus dürfen. Diese und andere Verhaltensänderungen hätten insgesamt 86 Prozent von 1143 in Italien und Spanien beteiligten Eltern per Online-Fragebogen zu Protokoll gegeben, berichten die Autoren der Studie der Universität Miguel Hernández (UMH) in Elche bei Alicante. In Spanien beobachteten demnach die Eltern von 431 Kindern und Jugendlichen erhöhte Konzentrationsschwäche (69 Prozent), mehr Langeweile (49 Prozent) und größere Hibbeligkeit (45 Prozent).
Zudem verbringen Kinder der Umfrage zufolge in häuslicher Quarantäne viel mehr Zeit vor Bildschirmen: Durften vor der Krise nur 15 Prozent der Kinder in Spanien zwischen 3 und 18 Jahren pro Tag mehr als 90 Minuten vor dem Fernseher, Computer, dem Smartphone oder Smartpad zubringen, sind es während der Quarantäne nun 73 Prozent. Ein erheblicher Teil dieser Zeit dürfte aber auf das Konto des Online-Unterrichts wegen geschlossener Schulen gehen. Sportliche Aktivitäten gingen stark zurück.  

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

08:01
22.04.2020
Das Deutsche Kinderhilfswerk fordert, dass die Spielplätze in Deutschland schrittweise wieder aufgemacht werden. Denkbar sei es, zunächst mit großen, weitläufigen Spielplätzen zu beginnen, heißt es in einer Mitteilung. Dabei sollte in enger Abstimmung mit dem Robert Koch-Institut vorgegangen werden, besonders wenn es um die Gefahr von möglichen Infektionen über Oberflächen von Spielgeräten gehe. 
Sollte eine Öffnung aus Infektionsschutzgründen weiterhin nicht möglich sein, müssten Alternativen angeboten werden, beispielsweise Sondernutzungszeiten für überfüllte Parkanlagen für Familien mit Kindern. "Insbesondere für Familien in beengten Wohnverhältnissen ohne Ausweichmöglichkeiten in den eigenen Garten oder auf andere Spielflächen sowie in stark verdichteten Innenstadtquartieren ohne ausreichende Freiflächen im Wohnumfeld ist die Situation inzwischen sehr angespannt", sagt Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer des Kinderhilfswerks.