Letztes Update:
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Foto: Annegret Hilse/Reuters Pool/dpa

21:35
21.04.2020
In der Bundesregierung wird über längere Lohnausfallzahlungen für Eltern nachgedacht, die wegen geschlossener Kitas Kinder zu Hause betreuen müssen. Die dazu getroffenen Regelungen gälten abzüglich der Osterferien noch bis Mitte Mai, sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey in der Sendung ARD Extra.
Derzeit erhalten Eltern vom Staat 67 Prozent ihres Lohns, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können. Pro Monat gibt es dabei höchstens 2016 Euro. Diese im März beschlossene Regelung ist aber auf sechs Wochen befristet.

20:28
21.04.2020
EU-Abgeordnete fordern einen europäischen Notfallfonds zur Unterstützung der Medien- und Pressebranche. Die EU-Kommission solle dies prüfen, schrieben Abgeordnete des Kulturausschusses im Europaparlament in einem Brief an die Kommissare Thierry Breton und Maria Gabriel. Geld dafür könnte aus Mitteln für andere Programme kommen, die wegen der Covid-19-Pandemie nicht aufgebraucht wurden.
Kultur-, Kreativ- und Medienbranche in der Europäischen Union seien schwer getroffen, erklärten die Abgeordneten. Die EU müsse deshalb mehr für sie tun. "Die Medien spielen eine unverzichtbare Rolle bei der Bereitstellung genauer Informationen und einer gründlichen Berichterstattung", heißt es weiter. "Sie sind ein entscheidendes Mittel gegen Fake News und Desinformation." Doch kämpften Medienunternehmen teils mit einem Rückgang der Werbeerlöse von bis zu 80 Prozent.

19:45
21.04.2020
In der Unionsfraktion wächst angesichts der vorsichtigen Schritte bei der Abkehr von den harten Beschränkungen die Ungeduld. So forderte der hessische Abgeordnete Klaus-Peter Willsch in einer Videoschalte der CDU/CSU-Abgeordneten nach Angaben von Teilnehmern, es sei dringend notwendig, über Strategien der Wiederöffnung zu reden. Den Menschen müsse die Perspektive gegeben werden, dass sich die Politik intensiv damit befasse, wie man wieder in einen Normalzustand komme und der Wirtschaft die Arbeit ermögliche. 
Der baden-württembergische Abgeordnete Axel Fischer hob die große Zustimmung in den Umfragen für den Kurs der Union hervor. Er betonte aber auch, es häuften sich die Berichte von Existenznöten der Bürger und der Wirtschaft. Die Beschränkungen hätten katastrophale Auswirkungen, über die gesprochen werden müsse. Diese Probleme dürften nicht vom Tisch gewischt werden. Die sächsische Abgeordnete Veronika Bellmann forderte in diesem Zusammenhang eine bessere und verlässlichere Datenbasis durch mehr Tests, so dass man "Horrorszenarien" entgegenwirken könne.