In der Universitätsmedizin Rostock ist eine Studie angelaufen, bei der Familien auf das Coronavirus Sars-CoV-2 beziehungsweise Antikörper dagegen untersucht werden. Besonders im Fokus stünden die Mütter, sagt der Studienleiter und Chef der Abteilung für Tropenmedizin, Emil Reisinger, der Deutschen Presse-Agentur. Er geht davon aus, dass Mütter in den Familien eine Art Wächterposition innehaben. Sind sie infiziert, seien die Kinder und der Partner mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls betroffen.
Die Studie werde mit insgesamt 400 Müttern von Kindern im Alter zwischen ein und zehn Jahren gestartet, die aktuell im Umfeld von Kindergärten gesucht würden. Zunächst würden die Teilnehmer per Rachenabstrichtest (PCR-Test) auf eine bestehende Sars-CoV-2 untersucht. Dann folge der Test des gleichzeitig abgenommenen Bluts auf das Vorhandensein von Antikörpern gegen das Virus. Würden Antikörper gefunden, deute dies auf eine schon etwas zurückliegende Infektion hin, erklärt Reisinger. Erste Ergebnisse könnten in drei bis vier Wochen vorliegen.