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Das Logo und das Gebäude des Hauptsitzes der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf. Foto: Salvatore Di Nolfi/Keystone/dpa 

11:15
19.04.2020
Die Weltgesundheitsorganisation WHO attestiert vielen Staaten einem Medienbericht zufolge keine gute Pandemie-Vorbereitung. Die meisten Staaten weltweit seien schlecht bis mittelmäßig auf Epidemien vorbereitet, zitiert der "Spiegel" aus einem Positionspapier. Nur ein Drittel der Länder könne Seuchenausbrüche entdecken und darauf reagieren, heißt es laut "Spiegel" weiter in dem Papier. Selbst hoch entwickelte Gesundheitssysteme hätten dann nur noch "begrenzte Kapazitäten", grundlegende Leistungen zu erfüllen. 
Dem Bericht zufolge prophezeit die WHO, in armen Ländern mit schwächeren Systemen würden die Folgen der derzeitigen Pandemie "verheerend sein". Laut "Spiegel" moniert die WHO zudem, es mangele an gut ausgebildeten Mitarbeitern und Infrastrukturen in den Gesundheitssystemen und es fehlten robuste Lieferketten und Logistik, um dringend benötigte medizinische Ausrüstung zu beschaffen. Die internationale Zusammenarbeit funktioniere schlecht, vor allem weil "die WHO nicht in die Lage versetzt wird, Koordination und Kooperation zu ermöglichen".

11:02
19.04.2020
In Europa sind mittlerweile mehr als eine Million Infektionen nachgewiesen worden. Bis zum Mittag erfasste das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 1.018.221 Fälle, wie aus Zahlen auf der Webseite der EU-Agentur hervortgeht.

Mit Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien kommen mittlerweile fünf europäische Länder auf sechsstellige Infektionszahlen. Todesfälle gibt es europaweit demnach bislang 98.852, davon die meisten in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Belgien