Letztes Update:
20200608123633

16:07
16.04.2020
Ungeachtet der Krise dringt die EU-Kommission auf die Einhaltung des Asylrechts. Die Registrierung und Bearbeitung von Asylanträgen müsse fortgesetzt werden, heißt es in einer nun veröffentlichten Handlungsempfehlung für die EU-Staaten. "Während sich unsere Lebensweise in den letzten Wochen drastisch verändert hat, darf das für unsere Werte und Prinzipien nicht gelten", sagt Vizekommissionspräsident Margaritis Schinas. 

Foto: Karsten Jäger/Sea-Eye/dpa/Archiv

10:43
17.04.2020
UPDATE | Der Transfer von rund 145 Migranten von dem deutschen Rettungsschiff "Alan Kurdi" auf eine italienische Fähre zur Quarantäne hat begonnen. Die Menschen sollen vor Palermo auf der "Raffaele Rubattino" des privaten Betreibers Tirrenia vom Roten Kreuz versorgt werden, erklärt der Sprecher der Hilfsorganisation Sea-Eye, Gorden Isler. Die Aktion werde vermutlich etwas länger dauern. Auf der Fähre sollen die Menschen einen Virus-Test machen, sagt Palermos Bürgermeister Leoluca Orlando. Sie werden zwei Wochen auf dem Schiff sein. Auch die Besatzung muss in Quarantäne. 
Italien hatte erklärt, dass man wegen der Pandemie keine Migranten an Land lassen könne, weil diese nicht gesundheitlich versorgt werden könnten. Wohin die Geflüchteten nach der Quarantäne kommen, ist unklar. Möglich ist eine Verteilung auf andere EU-Länder.