Letztes Update:
20200608123633

10:14
16.04.2020
Nach einer wochenlangen Irrfahrt auf dem Meer müssen 395 Flüchtlinge der muslimischen Rohingya-Minderheit aus Myanmar in Bangladesch in die Quarantäne. Damit soll eine mögliche Virus-Verbreitung verhindert werden, wie die Küstenwache mitteilt. Die Menschen hatten in Lagern in Bangladesch gelebt. Vor zwei Monaten machten sie sich mit einem Schiff auf den Weg nach Malaysia. Sie mussten aber umkehren, weil dem Schiff der Zugang zu malaysischen Gewässern verweigert wurde.

Den Behörden zufolge handelt sich überwiegend um Frauen und Kinder. Sie seien im Süden des Bezirks Cox's Bazar wieder an Land gegangen. Laut des örtlichen Verwaltungsbeamten Saiful Islam starben bei dem gescheiterten Versuch, nach Malaysia zu kommen, mindestens 50 Menschen

Flüchtlinge vor einem Zelt im Dorf Petra auf der nordöstlichen Ägäisinsel Lesbos. Foto: Panagiotis Balaskas/AP/dpa/Archiv

10:10
16.04.2020
Griechenland will 2380 Migranten aus den überfüllten Lagern auf den Inseln im Osten der Ägäis zum Festland bringen. Wie der griechische Migrationsminister Notis Mitarakis mitteilt, sollen vor allem ältere und kranke Menschen sowie Familien in den zwei Wochen nach dem orthodoxen Osterfest am 19. April in Gruppen zum Festland gebracht werden. Für sie würden Hotels, Wohnungen und Lager vorbereitet. 
Bislang sind in den Lagern auf den Inseln keine Infektionen registriert worden. Es sei aber nur eine Frage der Zeit, bis dieser Fall eintrete, so der Leiter der Zweigstelle der Hilfsorganisation Ärzte der Welt auf der Insel Lesbos, Dimitris Patestos, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.