Nach einer wochenlangen Irrfahrt auf dem Meer müssen 395 Flüchtlinge der muslimischen Rohingya-Minderheit aus Myanmar in Bangladesch in die Quarantäne. Damit soll eine mögliche Virus-Verbreitung verhindert werden, wie die Küstenwache mitteilt. Die Menschen hatten in Lagern in Bangladesch gelebt. Vor zwei Monaten machten sie sich mit einem Schiff auf den Weg nach Malaysia. Sie mussten aber umkehren, weil dem Schiff der Zugang zu malaysischen Gewässern verweigert wurde.
Den Behörden zufolge handelt sich überwiegend um Frauen und Kinder. Sie seien im Süden des Bezirks Cox's Bazar wieder an Land gegangen. Laut des örtlichen Verwaltungsbeamten Saiful Islam starben bei dem gescheiterten Versuch, nach Malaysia zu kommen, mindestens 50 Menschen.