Letztes Update:
20200608123633

19:18
15.04.2020
Die Krise birgt nach Ansicht des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell große Gefahren für die Europäische Union. "Dies ist eine existenzielle Krise für die EU", sagt der Spanier der Wochenzeitung "Die Zeit". "Diese Krise wird entscheiden, für wie nützlich die Menschen die EU halten." Es dürfe deshalb nicht nur mit Zahlen argumentiert werden, sondern die Herzen der Menschen müssten erreicht werden. "Wenn die Menschen das Gefühl haben, dass die EU ihnen nicht hilft, machen wir etwas verkehrt."

19:16
15.04.2020
Die strengen Ausgangsbeschränkungen in Belgien werden wie in Deutschland um zwei Wochen bis zum 3. Mai verlängert - einzelne Maßnahmen jedoch gelockert. Selbst wenn die Geschwindigkeit der Virus-Ausbreitung verlangsamt worden sei, sei die Krise noch nicht überstanden, sagt Premierministerin Sophie Wilmès nach einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats.
In Belgien darf man also weiterhin nur mit wenigen Ausnahmen das Haus verlassen - etwa zum Einkaufen, Spazierengehen oder Joggen. Bislang galten die Ausgangsbeschränkungen bis zum 19. April. Wilmès kündigt zudem an, dass Großveranstaltungen bis zum 31. August verboten blieben. In Belgien sind bislang 4400 an Covid-19 erkrankte Menschen gestorben - jeder Zweite in einem Pflegeheim. 

Foto: Zoltan Balogh/MTI/AP/dpa

19:11
15.04.2020
Die ungarische Regierung hat die Krankenhäuser des Landes angewiesen, die Mehrzahl ihrer Betten für die künftige Behandlung von Corona-Patienten zur Verfügung zu stellen. Bis zum heutigen Tag mussten die Spitäler 60 Prozent ihrer Betten freimachen und dabei Patienten nach Hause schicken, berichten ungarische Medien. Angehörige von Patienten seien ratlos und überfordert.
Der sozialdemokratische Oppositionspolitiker Ferenc Gyurcsany schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Das ist die denkbar unmenschlichste Verantwortungslosigkeit, die eine Regierung in dieser Lage begehen kann." Orbans Kabinett verschulde den Tod von Tausenden Menschen. "Das wird man euch nicht verzeihen", fügte er hinzu.