Abstand halten unmöglich: In der russischen Hauptstadt Moskau ist es am ersten Tag, an dem Passierscheine für den Weg zur Arbeit oder zum Arzt verpflichtend sind, zu langen Warteschlangen an der U-Bahn gekommen. Medien und soziale Netzwerke veröffentlichten am Mittwoch Videos und Fotos mit Menschen, die dicht gedrängt vor den Eingängen der Metro warteten. Dort hatten Polizisten die Ausgangsscheine kontrolliert.
Mit der Verschärfung wollten die Behörden eigentlich die Pandemie eindämmen. "Das Coronavirus sagte Danke", heißt es in Kommentaren. Es sei nicht möglich, ausreichend Abstand zu halten, beschwerten sich andere im Kurznachrichtendienst Twitter. Bürgermeister Sergej Sobjanin bestätigte in dem sozialen Netzwerk Vkontakte, dass es wegen der Überprüfung zu Wartezeiten gekommen sei, "was in der aktuellen Situation sehr kritisch ist". Dies müsse verhindert werden. "Wir werden darüber nachdenken, wie das geht."