Letztes Update:
20200608123633

07:37
15.04.2020
Auch Außenminister Heiko Maas kritisiert den von US-Präsident Donald Trump verfügten Stopp der Zahlungen an die WHO. "Eine der besten Investitionen im Kampf gegen die Pandemie ist es, die Vereinten Nationen, allen voran die unterfinanzierte Weltgesundheitsorganisation, zu stärken - zum Beispiel bei der Entwicklung und Verteilung von Tests und Impfstoffen", sagt der SPD-Politiker. Es müsse bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eine enge internationale Zusammenarbeit geben. "Gegenseitige Schuldzuweisungen helfen in der Corona-Krise nicht", betont Maas. Das Virus kenne keine Grenzen.

07:25
15.04.2020
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will auf längere Sicht einen Schuldenerlass für afrikanische Länder erreichen. Kurzfristig gehe es in der Corona-Krise darum, den Schuldendienst auszusetzen, um diese Länder zu entlasten, sagte Macron dem französischen Auslandssender RFI.

"Jedes Jahr wird ein Drittel der Handelsexporte Afrikas für den Schuldendienst eingesetzt, das ist verrückt!", sagte Macron. Morgen wollen die Staats- und Regierungschefs der führenden Industriestaaten (G7) in einer Videoschalte über die Eindämmung der Coronavirus-Pandemie beraten. Die G7 haben bereits signalisiert, dass sie die ärmsten Länder der Welt mit Schuldenerleichterungen unterstützen wollen.

Foto: Christian Charisius/dpa/Archiv

07:12
15.04.2020
Er untersucht mit seinem Team in Hamburg die Corona-Opfer: Nun hat der Rechtsmediziner Klaus Püschel an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, Deutschland langsam wieder aufzumachen. "Jetzt ist der richtige Zeitpunkt", sagte Püschel dem "Hamburger Abendblatt". Er fügte hinzu: "Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die Intensivmediziner."
Nach seinen Erkenntnissen ist Covid-19 "eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung". Die Deutschen müssten lernen, damit zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, "auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären".