Letztes Update:
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Marlis Tepe während einer Pressekonferenz in einer Berliner Oberschule. Foto: Britta Pedersen/dpa/Archiv

12:03
14.04.2020
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) äußert sich skeptisch zu den Empfehlungen der Wissenschafts-Akademie Leopoldina. "Viele Vorschläge gehen an der Realität in den Bildungseinrichtungen vorbei", meint die GEW-Vorsitzende Marlis Tepe. Zudem nähmen die Leopoldina-Empfehlungen nur Übergänge und Prüfungen in den Blick und entsprächen so nicht dem Bildungsauftrag etwa der Kitas und Schulen. Der Gesundheits- und Infektionsschutz müsse im Mittelpunkt stehen, so die GEW. 
Bislang seien sowohl Fragen des Infektionsschutzes als auch der Hygiene und Sauberkeit in den Bildungseinrichtungen vielfach nicht gelöst. So müssten ausreichend Schutzmasken zur Verfügung gestellt werden. Zudem sei die Frage des Schülertransports ungeklärt. Auch sei die Umsetzung von Abstandsregeln in den meisten Klassenräumen problematisch. 

"Maßvolle Schritte zurück in die Normalität": SPD-Politikerin Franziska Giffey. Foto: Carsten Koall/dpa/Archiv

11:56
14.04.2020
Bei der möglichen Wiederöffnung von Kitas müssen laut Bundesfamilienministerin Franziska Giffey räumliche, familiäre und hygienische Faktoren berücksichtigt werden. So müsse das Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf eine Rolle spielen, erklärt sie. Eltern stießen bei der Betreuung von kleinen Kindern zuhause zusätzlich zum Homeoffice zunehmend an ihre Grenzen. "Gerade Alleinerziehende können das nicht länger ohne Entlastung von außen leisten", so Giffey. 
Gedacht werden müsse auch an Kinder aus Familien, die in "sehr beengten und schwierigen sozialen Verhältnissen" lebten. Für diese seien Außenkontakte und die Unterstützung durch Erzieherinnen oder Erzieher besonders wichtig. "Hier wäre auch schon mit einer zeitweisen Betreuung geholfen." Giffey fordert Szenarien, in denen die Größe von Räumen und die notwendige Anzahl von Erzieherinnen und Erziehern berücksichtigt werden.