Nach dem verunglückten Start einer Ausgangssperre ist der türkische Innenminister Süleyman Soylu zurückgetreten. Er übernehme die volle Verantwortung für die am Freitag verhängte Ausgangssperre in mehreren Städten und die Folgen, teilt Soylu auf Twitter mit. "Ich trenne mich von meinem Innenministeramt, das ich mit stolz ausgeführt habe", so Soylu, der seit 2016 Innenminister war. Ein Nachfolger ist noch nicht benannt. Das Innenministerium hatte am späten Freitagabend kurzfristig eine weitgehende Ausgangssperre für 48 Stunden in 31 Städten verhängt. Die Kommunikation der Behörden wurde scharf kritisiert, weil die Maßnahme erst zwei Stunden vor Beginn der Frist bekannt wurde und Details zunächst unklar waren. Deshalb kam es zu Panikkäufen und Menschenansammlungen in den betroffenen Städten.