Letztes Update:
20200608123633

16:30
09.04.2020
Eine uralte Italienerin wird gerade weltweit bewundert für ihre gesundheitliche Konstitution: Ada Zanusso ist 103 Jahre alt und hat die Covid-19-Krankheit überwunden. "Sie ist wieder fit, es geht ihr gut", sagt ihre Ärztin Carla Furno Marchese der dpa am Telefon. Ada Zanusso lebt in einer Seniorenresidenz in Lessona im Piemont, rund 100 Kilometer von der lombardischen Metropole Mailand entfernt. Dieser Tage gaben die weißhaarige Dame und ihre Familie Interviews, in denen sie über ihren eigenen Weg durch die Krise sprachen. Denn Ada Zanusso war im März positiv auf das Virus getestet und krank geworden. Mut und Glauben - so erklärt die alte Dame ihre Genesung. 
Ihr Sohn Giampiero hielt, wie er in der Zeitung "La Repubblica" erzählt, stets mit Hilfe von Video-Anrufen Kontakt zu seiner Mutter. Besuche am Bett der Kranken waren nicht erlaubt. Jetzt kann sie schon wieder lächelnd im Rollstuhl sitzen und sich für Medienberichte weltweit filmen lassen. Italien ist mit fast 18.000 Toten besonders hart von der Krise getroffen.

16:21
09.04.2020
Die Menschen in Deutschland können laut einer Simulation von Göttinger Wissenschaftlern schon bald auf eine Lockerung der Covid-19-Einschränkungen hoffen. "Wenn die Beschränkungen im sozialen Leben noch etwa zehn Tage aufrechterhalten werden, ist eventuell eine Lockerung der Maßnahmen möglich", heißt es in einer Mitteilung des Göttinger Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation. Dazu müssten aber die bestehenden Regeln zunächst weiter sehr sorgfältig eingehalten werden.
Die Kontaktbeschränkungen rund um Covid-19 haben der Simulation zufolge die gefürchtete exponentielle Ausbreitung des Virus gebrochen. "Wir sehen eine klare Wirkung der Kontaktsperre vom 22. März, und natürlich den Beitrag von jeder einzelnen Person", sagt die Leiterin eines Forschungsteams des Max-Planck-Instituts, Viola Priesemann. "Unsere Gesellschaft kann wirklich stolz darauf sein, dass sie diese Wende geschafft hat."

Hendrik Streeck, Direktor des Institut für Virologie an der Uniklinik in Bonn. Foto: Federico Gambarini/dpa