Nach dem Anlegen eines Kreuzfahrtschiffs mit Corona-Infizierten schieben sich in Australien Politiker und Behörden gegenseitig die Schuld für die Virusausbreitung im Land zu. Allein auf die Ansteckung durch infizierte Mitreisende der "Ruby Princess" sollen fünf Prozent der landesweiten Fälle zurückgehen, heißt es von Behörden. Mindestens 130 der Mitreisenden wurden positiv getestet, eine 77 Jahre alte Passagierin ist gestorben - wohl an der vom Virus verursachten Krankheit Covid-19.
Die Zahl der Infizierten an Bord entspricht zehn Prozent der bestätigten Coronavirus-Fälle im Bundesstaat New South Wales, dessen Hauptstadt Sydney ist. In ganz Australien gab es am Mittwoch mehr als 2250 Fälle.