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Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts. Foto: Michele Tantussi/Reuters/dpa 

09:52
03.04.2020
UPDATE | Die Maßnahmen zur Pandemie-Eindämmung zeigen nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) nun messbar Wirkung. Ein infizierter Mensch stecke seit einigen Tagen im Durchschnitt nur noch einen weiteren Menschen an, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. In den vergangenen Wochen habe der Wert bei fünf, manchmal sogar bei sieben Menschen gelegen, die ein Infizierter ansteckte. Ein Grund zur Entwarnung seien die neuen Daten aber noch nicht: Erst, wenn ein Infizierter im Durchschnitt weniger als einen Menschen anstecke, lasse die Epidemie langsam nach. "Wir müssen unter eins kommen. Ich hoffe, dass das in den nächsten Tagen gelingt", erklärt Wieler. 
Es lasse sich noch nicht mit Sicherheit sagen, ob die erhöhte Kapazität der Intensivbetten Patienten in Deutschland in der nächsten Zeit ausreiche, sagt Wieler. Er persönlich glaube das im Moment noch nicht. Es sei weiter sehr wichtig, die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten, betont der RKI-Präsident. 

Foto: Hendrik Schmidt/dpa

09:13
03.04.2020
In Deutschland sind bis zum Vormittag mehr als 80.500 Infektionen registriert worden. Mindestens 1022 sind bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige Bundesländer ihre Zahlen auch nicht immer zur gleichen Uhrzeit.
Besonders hohe Zahlen haben Bayern (19.100 Fälle, mindestens 277 Tote) und Nordrhein-Westfalen (mehr als 18.500 Fälle und mindestens 220 Tote). Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 146,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 96,9. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.