Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, befürchtet, dass
Pflegekräfte aus Osteuropa über Ostern in ihre Heimatländer fahren und
anschließend nicht nach Deutschland zurückkehren. Für Pfleger aus Polen etwa gelte: "Dass alle die, die einen
Arbeitsvertrag in Deutschland haben, natürlich auch zurückkehren können und dass die auch durchgelassen werden", so Westerfellhaus im Gespräch mit dem
Deutschlandfunk. Auch mit Rumänien und Tschechien würden derzeit entsprechende Regelungen ausgehandelt.
"Man darf die Rechnung dabei auch nicht ohne die Beteiligten machen", erklärt Westerfellhaus.
Er spreche von Pflegekräften, "die zwar zurückkommen können, die aber aus Angst zuhause bleiben und sagen: 'Ich bleibe jetzt bei meiner Familie'". Man beobachte die Situation "sehr, sehr, sehr genau". Der Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) hatte bereits gewarnt, dass nach Ostern bis zu 200.000 Betreuungskräfte aus Osteuropa fehlen könnten. Nach Angaben von Patientenschützern werden insgesamt 2,6 Millionen ältere Menschen zu Hause versorgt.