Nato und EU müssen sich in der Corona-Krise nach Ansicht von Bundesaußenminister Heiko Maas gegen staatlich gesteuerte Falschnachrichten wehren. Es gebe einige, die versuchten, die aktuelle Lage propagandistisch auszunutzen, "um sich selber in einem besseren Licht erscheinen zu lassen", sagt der SPD-Politiker vor einer Videoschalte mit seinen Nato-Amtskollegen. Sowohl innerhalb des Militärbündnisses als auch innerhalb der EU müsse auf Desinformationen, die einen staatlichen Hintergrund hätten, mit "Gegenmaßnahmen" reagiert werden, die auf Fakten basieren.
Vor allem Russland und China wird vorgeworfen, durch staatliche Propaganda Kapital aus der Corona-Krise schlagen zu wollen. Die EU-Kommission hatte kürzlich beklagt, dass viele Falschinformationen rund um das Coronavirus aus Russland stammten. Zum Teil seien die Quellen mit dem Kreml verbunden.