Letztes Update:
20200608123633

11:21
02.04.2020
Die Kritik an dem britischen Premierminister Boris Johnson wegen Mängeln bei der Virus-Bekämpfung ebbt nicht ab. Kritiker werfen ihm unter anderem vor, dass viel zu wenig Tests vorgenommen werden und nach wie vor Tausende Beatmungsgeräte fehlen. Klinikärzte haben inzwischen auch Anweisungen erhalten, angesichts der knappen Ressourcen künftig zu entscheiden, bei welchen Patienten sich der Einsatz eines Beatmungsgerätes lohnt - und wer nicht beatmet werden kann. 
Britische Medien - auch konservative - bemängeln auf ihren heutigen Titelseiten einheitlich Strategie-Mängel der Regierung. Die Zeitung "The Independent" titelte etwa "Fragen, aber keine Antworten", die "Times" schreibt über das "Chaos bei Plänen für Virus-Tests" und die "Daily Mail" von einem "Test-Skandal".Demnach sind beispielsweise von 550.000 Angestellten des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gerade einmal 2000 auf den Erreger getestet worden. Die Statistiken zu den Tests seien eine Demütigung für die Regierungsmitglieder, kommentieren Medien. 

11:12
02.04.2020
Deutsche Krankenhäuser haben inzwischen 119 Corona-Patienten Coronavirus aus EU-Partnerländern aufgenommen. 85 davon wurden aus überlasteten französischen Gebieten nach Deutschland gebracht, 32 aus Italien und zwei aus den Niederlanden. Für Kranke aus Italien sind noch 49 weitere Betten reserviert, für Frankreich sind es noch 13. Das teilt das Auswärtige Amt der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.
Die Patienten aus dem EU-Ausland wurden teils mit der Bundeswehr-Luftwaffe nach Deutschland transportiert. Im italienischen Neapel ist zudem seit gestern ein Team aus Ärzten und Pflegern der Universitätsklinik Jena im Einsatz. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden bereits sieben Tonnen Hilfsgüter - darunter Beatmungsgeräte und Atemmasken - nach Italien geschickt. Weitere Lieferungen seien zugesagt. Deutschland hat auch Spanien angeboten, Intensivpatienten in deutschen Kliniken aufzunehmen. Die spanische Regierung sei auf dieses Angebot aber bisher nicht eingegangen, da der Fokus derzeit noch auf der Umverteilung der Patienten innerhalb Spaniens liege, heißt es dem Auswärtigen Amt.