Die Kritik an dem britischen Premierminister Boris Johnson wegen Mängeln bei der Virus-Bekämpfung ebbt nicht ab. Kritiker werfen ihm unter anderem vor, dass viel zu wenig Tests vorgenommen werden und nach wie vor Tausende Beatmungsgeräte fehlen. Klinikärzte haben inzwischen auch Anweisungen erhalten, angesichts der knappen Ressourcen künftig zu entscheiden, bei welchen Patienten sich der Einsatz eines Beatmungsgerätes lohnt - und wer nicht beatmet werden kann.
Britische Medien - auch konservative - bemängeln auf ihren heutigen Titelseiten einheitlich Strategie-Mängel der Regierung. Die Zeitung "The Independent" titelte etwa "Fragen, aber keine Antworten", die "Times" schreibt über das "Chaos bei Plänen für Virus-Tests" und die "Daily Mail" von einem "Test-Skandal".Demnach sind beispielsweise von 550.000 Angestellten des staatlichen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) gerade einmal 2000 auf den Erreger getestet worden. Die Statistiken zu den Tests seien eine Demütigung für die Regierungsmitglieder, kommentieren Medien.