Ein 56-jähriger Bewohner aus einem der größten Slums der Welt ist in Indien nachweislich am neuartigen Coronavirus gestorben. Nun fürchten lokale Behörden, dass sich das Virus dort rasch ausbreiten wird. Im Dharavi-Slum in der indischen Millionenmetropole Mumbai leben geschätzt bis zu einer Million Menschen dicht an dicht auf fünf Quadratkilometern. Oft teilen sich acht bis zehn Menschen ein Zimmer. Viele Haushalte nutzen die gleichen sanitären Anlagen.
Um die Verbreitung des Virus im Slum möglichst einzudämmen, dürften sieben Bewohner des Hauses des Verstorbenen ihre Wohnungen nicht verlassen bis ihre Testresultate vorliegen, erklärt ein Behördenmitarbeiter im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Zudem liegt ein zweites positives Testergebnis aus dem Slum vor. Ein infizierter 52-jähriger Müllmann, seine Familie und Kollegen mussten ebenfalls in Heimquarantäne.