Letztes Update:
20200608123633

10:36
02.04.2020
Ein 56-jähriger Bewohner aus einem der größten Slums der Welt ist in Indien nachweislich am neuartigen Coronavirus gestorben. Nun fürchten lokale Behörden, dass sich das Virus dort rasch ausbreiten wird. Im Dharavi-Slum in der indischen Millionenmetropole Mumbai leben geschätzt bis zu einer Million Menschen dicht an dicht auf fünf Quadratkilometern. Oft teilen sich acht bis zehn Menschen ein Zimmer. Viele Haushalte nutzen die gleichen sanitären Anlagen.

Um die Verbreitung des Virus im Slum möglichst einzudämmen, dürften sieben Bewohner des Hauses des Verstorbenen ihre Wohnungen nicht verlassen bis ihre Testresultate vorliegen, erklärt ein Behördenmitarbeiter im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Zudem liegt ein zweites positives Testergebnis aus dem Slum vor. Ein infizierter 52-jähriger Müllmann, seine Familie und Kollegen mussten ebenfalls in Heimquarantäne.

Anthony Fauci, Direktor des Nationalen Instituts für Infektionskrankheiten. Foto: Alex Brandon/AP/dpa

10:28
02.04.2020
Der renommierte US-Virologe und Regierungsberater Anthony Fauci ist laut Medienberichten zunehmend Morddrohungen ausgesetzt und erhält daher stärkeren Personenschutz. Der 79-Jährige, der in den USA vielen als Stimme der Vernunft gilt, werde nun rund um die Uhr und auch zu Hause bewacht, berichtet der Sender CNN unter Berufung auf Sicherheitskreise. Das Gesundheitsministerium habe Beamte der Justizbehörde US Marshals dafür um Unterstützung gebeten. 
Die "Washington Post" schreibt, die genaue Art der Drohungen sei nicht bekannt. Fauci werde auch durch ungebetene Nachrichten von Bewunderern bedrängt. Er sei zudem das Ziel rechter Kommentatoren und Blogger, die seine Expertise in Zweifel zögen und ihn anfeindeten, weil er sich gegen eine baldige Lockerung der Beschränkungen zur Bekämpfung des Virus ausspreche.