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Eine Wissenschaftlerin während ihrer Arbeit zur Entwicklung menschlicher Antikörper. Symbolbild: Ole Spata/dpa

06:51
02.04.2020
Experten zufolge sind Menschen nach einer überstandenen Infektion wahrscheinlich zunächst immun gegen den Erreger. Stand heute wisse man, dass der Mensch nach der Ansteckung Antikörper bildet, erklären die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig und Friedemann Weber, Leiter des Instituts für Virologie an der Universität Gießen. Es sei davon auszugehen, dass der Immunschutz nach der Infektion ein bis zwei Jahre anhält. Diese Annahme basiere auf der Erfahrung mit anderen humanen Coronaviren.
Dem ärztlichen Direktor des Instituts für Laborationsmedizin am Marienhospital Stuttgart, Matthias Orth, zufolge lässt sich allerdings noch nicht gesichert sagen, ob die gebildeten Antikörper vor einer erneuten Infektion schützen. Noch sei unbekannt, ab welcher Konzentration von Antikörpern ein Schutz besteht und wie häufig doch erneute Infektionen auftreten.

Mit einer Schutzmaske fährt eine Frau auf dem Fahrrad vorbei an einem Bild des philippinischen Präsidenten Duterte. Foto: Aaron Favila/AP/dpa

07:44
02.04.2020
Die Regierung der Philippinen hat nun das Tragen von Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit angeordnet. Es seien auch wiederverwertbare oder selbst gemachte Masken, Gesichtsschutzmasken und Taschentücher erlaubt, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, heißt es in einer Erklärung. Die Pflicht gilt für die Hauptinsel Luzon, wo mehr als die Hälfte der über 100 Millionen Einwohner leben. Dort gelten seit dem 16. März bereits strenge Ausgangsbeschränkungen. In dem südostasiatischen Inselstaat haben die Gesundheitsbehörden bislang 2311 bestätigte Fälle sowie 96 Tote gemeldet.