Letztes Update:
20200608123633

23:42
01.04.2020
In Frankreich steht der Umgang der Regierung mit der Pandemie in der Kritik. Ärzteverbände, Infizierte oder andere Betroffene haben beim Gerichtshof der Republik Klage gegen die Regierung eingereicht, wie französische Medien übereinstimmend berichten. Eine Online-Petition, die die Klage der Ärztevertretung C-19 unterstützt, wurde bisher mehr als 366.000 Mal unterzeichnet.

Das Kollektiv, das Hunderte Mediziner vertritt, wirft Premierminister Édouard Philippe und der ehemaligen Gesundheitsministerin Agnès Buzyn vor, viel zu spät auf die Pandemie reagiert zu haben. Der Gerichtshof der Republik ist als einzige Institution in Frankreich in der Lage, Ministerinnen und Minister für Handlungen zu verurteilen, die in Ausübung ihres Amtes begangen wurden.

12:22
01.04.2020
In Ostfrankreich ist die Zahl der Toten auf über 1000 gestiegen. In der an Deutschland grenzenden Region Grand Est seien bisher 1015 Menschen nach einer Infektion gestorben, teilt die regionale Gesundheitsbehörde mit. Rund 4200 Menschen befinden sich demnach zur Behandlung in Krankenhäusern. 890 Patienten mussten der Behörde zufolge auf einer Intensivstation behandelt werden. Das Gebiet, das die Regionen Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne umfasst, ist von der Pandemie besonders stark betroffen. 
Um die Intensivstationen der Kliniken zu entlasten, werden Patienten in andere Gebiete Frankreichs und in die Nachbarländer verlagert. Luxemburg habe sich bereit erklärt, vier weitere schwer erkrankte Patienten aus Grand Est aufzunehmen, teilt Regionalpräsident Jean Rottner auf Twitter mit. 

Screenshot: unicef.de/dpa