Die IG Metall warnt davor, in der Corona-Krise die Bezüge der Auszubildenden zu kürzen. Zunächst müsse die Qualität ihrer Ausbildung sichergestellt werden, verlangt die Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft, Christiane Benner. Die IG Metall arbeite gerne daran mit, kreative Lösungen zu finden. Deutlich wendet sich Benner gegen Vorschläge aus dem Arbeitgeberlager, die Ausbildungsvergütungen nach den Regeln des Kurzarbeitergeldes zu kürzen.
"Auf dem Rücken der Auszubildenden zu sparen, ist unredlich und kurzsichtig", sagt sie im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Sie weist auf die vergleichsweise niedrigen Ausbildungsvergütungen hin: "Mit weniger Geld geraten viele Auszubildende in Existenznöte." Bislang sind die rund 1,3 Millionen Auszubildenden in Deutschland gesetzlich vor Gehaltskürzungen während der Kurzarbeit geschützt.