Das autoritär geführte
Turkmenistan in Zentralasien will Medienberichten zufolge das
Coronavirus aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängen -
notfalls auch mit Staatsgewalt. Das Wort sei bereits aus Informationsbroschüren der Behörden über die Krankheit gestrichen worden, berichten unabhängige lokale Medien. Selbst wer die Pandemie
in Privatgesprächen erwähne, könne festgenommen werden. Auch die Organisation
Reporter ohne Grenzen kritisiere,
die staatlich kontrollierten Medien dürften das Coronavirus nicht mehr erwähnen.
Trotz der Weigerung, das Coronavirus zu erwähnen, ergreifen die Behörden Vorsichtsmaßnahmen. Unter anderem wird an Bahnhöfen und Bushaltestellen den Berichten zufolge die Temperatur gemessen.
Offiziell habe sich niemand mit dem Virus infiziert, heißt es weiter in den Berichten. Es gebe aber bereits
erste Fälle. Das abgeschottete Land liegt an der Grenze zu dem vom Virus besonders stark betroffenen Iran.