Das
Robert Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer
Erhöhung der
Coronavirus-Sterberate in Deutschland. Im Moment liege die Rate bei 0,8 Prozent, sagt
RKI-Präsident Lothar Wieler. "
Die Meldungen haben aber einen Zeitverzug. Die Menschen sterben erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf", erläutert er. "Wir haben jetzt ja auch leider Fälle in Pflege- und Altenheimen.
Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Sterberate damit ansteigen wird."
Die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate liegt in Deutschland bisher deutlich niedriger als in der EU insgesamt mit etwa 7,6 Prozent. Den Grund für die momentan noch
moderate Quote sieht Wieler
in frühen und vielen Tests. Deshalb seien in Deutschland auch viele leichte Fälle registriert, die nicht zum Tod führten. Bislang liege das Durchschnittsalter der Infizierten bei 47 Jahren,
pro Woche würden
rund 350.000 Menschen in Deutschland getestet. Mehr sei im Moment mit herkömmlichen Tests nicht möglich, sagt Wieler.