Letztes Update:
20200608123633

11:23
31.03.2020
Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, warnt davor, professionelle Atemschutzmasken für den privaten Gebrauch zu bestellen. Es wäre fatal, wenn nun auch vermehrt Privatpersonen Schutzmasken aufkaufen würden, die für den Gebrauch in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen gedacht seien, sagt Johna der "Rheinischen Post". "Atemschutzmasken sind derzeit in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen Mangelware." 

11:24
31.03.2020
Das Robert Koch-Institut (RKI) hält auch selbstgebastelten Mund- und Nasenschutz zum Schutz anderer Menschen für hilfreich. "Es hängt vom Material ab", schränkt RKI-Präsident Lothar Wieler ein. Doch auch ein selbstgebauter Schutz halte Tröpfchen zurück, wenn man huste und niese. "Deswegen ist er für den Schutz von anderen von Relevanz." Deutlich zu unterscheiden sei aber ein einfacher Mund-Nasen-Schutz von den virenabhaltenden Profi-Masken, die im medizinischem Bereich eingesetzt würden. Sie können auch die Träger selbst vor Infektionen schützen.

Eine Mitarbeiterin entnimmt bei einem Autofahrer im Coronavirus-Testzentrum in Heidelberg eine Probe. Foto: Uwe Anspach/dpa

11:25
31.03.2020
Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer Erhöhung der Coronavirus-Sterberate in Deutschland. Im Moment liege die Rate bei 0,8 Prozent, sagt RKI-Präsident Lothar Wieler. "Die Meldungen haben aber einen Zeitverzug. Die Menschen sterben erst nach einem gewissen Krankheitsverlauf", erläutert er. "Wir haben jetzt ja auch leider Fälle in Pflege- und Altenheimen. Wir müssen leider davon ausgehen, dass die Sterberate damit ansteigen wird." Die aus den erfassten Fällen errechnete Sterberate liegt in Deutschland bisher deutlich niedriger als in der EU insgesamt mit etwa 7,6 Prozent. 
Den Grund für die momentan noch moderate Quote sieht Wieler in frühen und vielen Tests. Deshalb seien in Deutschland auch viele leichte Fälle registriert, die nicht zum Tod führten. Bislang liege das Durchschnittsalter der Infizierten bei 47 Jahren, pro Woche würden rund 350.000 Menschen in Deutschland getestet. Mehr sei im Moment mit herkömmlichen Tests nicht möglich, sagt Wieler.