Letztes Update:
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Symbolfoto: Christophe Gateau/dpa

08:37
30.03.2020
Die deutsche Industrie steht laut einer Umfrage des Ifo-Instituts wegen der Virus-Krise vor einem drastischen Anstieg der Kurzarbeit. In den kommenden drei Monaten erwarten 25,6 Prozent der befragten Unternehmen Kurzarbeit, wie das Ifo Institut in München mitteilt. Dies sei der höchste Wert seit 2010. Vor drei Monaten habe der Wert nur bei 15,3 Prozent gelegen. An der Umfrage haben 2000 Industrieunternehmen teilgenommen.
Mit Quoten zwischen 30 und 40 Prozent überdurchschnittlich betroffen von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie sind laut der Umfrage Schlüsselbranchen wie die Automobil- und die Elektroindustrie, sowie der Maschinenbau. Wenig von Kurzarbeit betroffen sähen sich hingegen die Chemie-Branche mit 14 Prozent und die Ernährungsmittel-Industrie mit 6 Prozent.

08:38
30.03.2020
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner kritisiert die Fördergrenze für kleine Unternehmen in der Krise als zu niedrig. "Ich halte die Grenze von zehn Beschäftigten, wo jetzt eine Bar-Soforthilfe ausgezahlt wird, für zu niedrig", sagt der Politiker im ARD-Morgenmagazin. Der Bund solle sich stattdessen ein Beispiel an Nordrhein-Westfalen nehmen. Dort liege die Grenze bei den Corona-Soforthilfen bei 50 Mitarbeitern. "Ich glaube, dass wir jetzt in der Fläche Arbeitsplätze und wirtschaftliche Aktivität erhalten müssen."

07:19
30.03.2020
Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sieht angesichts der Krise Jobs in der Branche bedroht. "Wir machen uns Sorgen um die Arbeitsplätze und die Zukunft", sagt VDA-Präsidentin Hildegard Müller im ARD-Morgenmagazin. Momentan sehe sie allerdings Unternehmen, die sehr verantwortungsvoll mit ihren Mitarbeitern umgingen. Firmen schöpften die Instrumente voll aus, um die Menschen auch an Bord zu halten. Einen Ausblick auf die Zukunft der Branche wollte Müller nicht geben: "Wir möchten uns im Moment noch nicht beteiligen an Spekulationen, wie hoch eine Rezession ausfallen wird."