Ein
Arzt aus Niederbayern ist wegen
falscher Atteste im ersten Corona-Jahr vor dem Amtsgericht Passau zu einer
Bewährungsstrafe über ein Jahr und acht Monate verurteilt worden. Zudem muss er eine
Geldbuße in Höhe von 50.000 Euro zahlen. Nach Überzeugung der Richter befreite der Mediziner Patienten mit falschen Attesten vom Masketragen und Händedesinfizieren. Sie legten ihm am Montag Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse in
79 Fällen zur Last.
Zudem erhält der Mann ein
dreijähriges, teilweises Berufsverbot: Er darf in dieser Zeit keine Bescheinigungen oder Atteste im Zusammenhang mit der Maskenpflicht ausstellen, wie eine Justizsprecherin erläuterte.
Der Arzt hatte im Prozess eingeräumt, bei den betreffenden Patienten
keine Untersuchung vorgenommen zu haben. Die Patienten lebten zum Teil weit entfernt und hätten die Atteste schriftlich bestellt. Die Bescheinigungen seien "auf Zuruf" und ohne vorherige Untersuchung und Befunderhebung erstellt worden, so die Staatsanwaltschaft.