Letztes Update:
20220428125824

10:24
28.04.2022
Im vergangenen Jahr hat es in Deutschland wieder mehr Streiks gegeben. An den Arbeitskämpfen beteiligten sich laut einer Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung 917.000 Menschen, die zusammen 590.000 Arbeitstage ausfallen ließen, um ihre tariflichen Ziele zu erreichen. Im ersten Corona-Jahr 2020 war die Zahl auf lediglich 276.000 Beteiligte abgesackt, die zusammen für 342.000 Tage die Arbeit niederlegten. Im zweiten Pandemiejahr habe sich das Arbeitskampfgeschehen nun wieder normalisiert, schreiben die Studienautoren zur Veröffentlichung.
In der Masse drehten sich die Konflikte um Haus-, Firmen und Unternehmenstarifverträge. Darin spiegelt sich nach Ansicht der Autoren die Zersplitterung des Tarifsystems wider.

08:45
28.04.2022
Fast noch nie haben in Deutschland so wenige Paare geheiratet wie 2021, dafür kamen im zweiten Corona-Jahr so viele Kinder zur Welt wie seit 1997 nicht mehr. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor. "Die Zahl der Eheschließungen in Deutschland ist im Jahr 2021 auf einen neuen historischen Tiefstand gesunken", berichten die Statistiker. Weniger Eheschließungen gab es lediglich während des Ersten Weltkriegs in den Jahren 1915 bis 1918, für die Kriegsjahre 1944 und 1945 liegen keine Daten vor.
Im Gegensatz zu den Eheschließungen stieg die Zahl der Geburten. 2021 wurden in Deutschland nach vorläufigen Angaben rund 795.500 Kinder geboren. Damit stieg dem Amt zufolge die Geburtenzahl im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2020 um zwei Prozent. Auffällig war dabei für die Statistiker: "Deutschlandweit war eine Zunahme der Geburten der dritten Kinder zu beobachten."

06:39
28.04.2022
Als Folge von Brexit und Pandemie haben britische Unternehmen weiterhin erhebliche Probleme bei der Fachkräftesuche. Etwa vier Fünftel (78 Prozent) der Firmen hätten Schwierigkeiten, Personal zu finden, ergab eine Umfrage des britischen Handelskammerverbundes British Chambers of Commerce (BCC). Vor allem die Lage im Gastgewerbe, beim Bau und in der Logistik bereite Sorgen, teilt der BCC mit. Aber grundsätzlich seien alle Branchen betroffen - und vor allem kleinere Firmen. Wegen der Pandemie hätten sie Reserven eingebüßt und könnten nun die geforderten höheren Gehälter nicht bezahlen.
"Es ist für Unternehmen schwieriger denn je, freie Stellen zu besetzen, und es sind keine Anzeichen für Besserung in Sicht", sagte BCC-Expertin Jane Gratton.