Der Wolfsburger Mannschaftsarzt Axel Gänsslen hat die Aufhebung des sogenannten Return-to-Play-Programms für Spieler nach einer Corona-Infektion durch die Deutsche Eishockey Liga (DEL) kritisiert. "Wenn Spieler gegen den ärztlichen Rat entscheiden, gleich wieder spielen zu wollen, können sie das derzeit auf eigene Verantwortung tun. Das halte ich aber für kritisch", sagt Gänsslen den Wolfsburger Nachrichten.
Die DEL stellte als Reaktion darauf klar, dass es weiter ein Return-to-Play-Protokoll gebe. "Ohne Entscheidung des Arztes" gehe kein Spieler aufs Eis, teilte die Liga mit. Ein geplanter neuer Leitfaden im Zuge der Pandemie liege noch nicht vor. Mediziner Gänsslen hatte Ende 2020 federführend einen für alle DEL-Clubs gültigen Leitfaden entwickelt, wie man Spieler nach einer Infektion wieder in den Trainings- und Spielbetrieb integrieren soll. Dieses Return-to-Play-Programm sieht umfangreiche Nachuntersuchungen und auch eine einheitliche Teststrategie vor.