Letztes Update:
20220317020025

09:41
15.03.2022
Eine große Nachfrage nach Arzneien und Medizinprodukten in der Pandemie besheren Apotheken in Deutschland ein Rekordjahr. Ihr Umsatz stieg 2021 preisbereinigt um 7,8 Prozent zum Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Damit sei das vergangene Jahr das umsatzstärkste seit Beginn der Zeitreihe 1994 gewesen. Die Einnahmen der Apotheken fielen demnach deutlich höher aus als im Vorkrisenjahr 2019 (plus 15,4 Prozent). Die Branche sei stärker als der Einzelhandel insgesamt gewachsen.

08:54
15.03.2022
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach fordert die Länder auf, die Schutzmaßnahmen nicht schon zum 20. März auslaufen zu lassen, sondern die Übergangsfrist bis 2. April zu nutzen. Anschließend könnten sie auf die geplanten Regelungen für Regionen mit hoher Inzidenz setzen. "Die Länder müssen es anpacken. Das haben jetzt einige Länder, zum Beispiel Brandenburg, auch getan. Die gehen nach vorne und sagen: Wir verlängern fast alles, was wir haben, und dann nehmen wir die neuen Hotspot-Regelungen", so Lauterbach  im ARD-"Morgenmagazin".
Lauterbach sagt weiter, ab dem 2. April müssten die Länder die neuen Hotspot-Regelungen nutzen, um das Geschehen in den Griff zu bekommen. "Das können sie - und das kann zur Not auch darauf hinauslaufen, dass wenn die Situation in einem ganzen Bundesland so prekär ist, dass ein ganzes Bundesland sich zum Hotspot erklärt, wie das jetzt zum Beispiel Bayern überlegt." Es werde keinen Freedom Day geben, betonte Lauterbach. "Wir sind nicht in der Situation, als dass man jetzt alle Maßnahmen fallen lassen könnte."

Foto: Carsten Koall/dpa

08:43
15.03.2022
Virologen halten das geplante Auslaufen vieler Maßnahmen nach dem 19. März für punktuell zu weitgehend, sind sich in der Gesamtbewertung aber uneinig. "Man muss nüchtern sehen, dass die Inzidenzen nicht mehr fallen, sondern eher steigen", sagt der Freiburger Virologe Hartmut Hengel dem Südkurier. Der Bund plane nur noch mit Corona-Hotspots als Ausnahmeregelung, obwohl "eine breite Welle bis in den Sommer hinein" möglich scheine, so Hengel. "Wie definiert man denn da Hotspots?" Ihm fehle ein langfristigeres Denken. "Die Pandemie ist nicht vorüber, wir sind eher mittendrin. Wir sollten uns vorsehen, sonst werden wir wieder Opfer unseres Wunschdenkens." 
Der Virologe Thomas Schulz von der Medizinischen Hochschule Hannover sieht die geplanten Lockerungen hingegen unkritisch. "Aus meiner Sicht ist die einzige Maßnahme, die erhalten bleiben sollte, die Maskenpflicht", sagt er der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung. "Sie sollte es weiterhin nicht nur in Bus oder Bahn, sondern auch in Geschäften geben. Auch in Schulen wäre sie sinnvoll." Nach dem vorgesehenen Gesetzesänderung sollen Masken aber nur noch in Pflegeheimen, Kliniken sowie Bussen und Bahnen vorgeschrieben sein.