Letztes Update:
20220214002908

23:14
13.02.2022
Die von der Pandemie stark gebeutelte Messewirtschaft fordert von Bund und Ländern eine sofortige Öffnungsperspektive. Nötig sei die Wiederbelebung des Messelebens in allen 16 Bundesländern. "Und zwar jetzt", sagt Philip Harting, Vorsitzender des Verbands der deutschen Messewirtschaft (Auma), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Weitere Wochen des Wartens bringen die Messebranche ohne jede Schuld in noch größere Nöte, die tief nachwirken werden". Messen seien "machbar".
Die Messewirtschaft habe die Einschränkungen im Zuge der Corona-Krise lange solidarisch mitgetragen, sagt Harting. "Angesichts von 85 Prozent doppelt geimpfter und 65 Prozent geboosterter Erwachsener, bestens erprobter Hygienekonzepte der Messen und immer mehr Öffnungen der Länder um uns herum, haben wir aber kaum noch Verständnis für eine ratlose Politik auf Kosten der übergroßen Mehrheit", fügt er hinzu.

21:00
13.02.2022
Der Expertenrat der Bundesregierung hält unter bestimmten Bedingungen Lockerungen von Corona-Maßnahmen in den kommenden Wochen für möglich. "Die Zahl der SARS-CoV-2 Infektionen ist bisher kontinuierlich angestiegen, eine Plateaubildung und ein nachfolgender Abfall für die Omikron (BA.1) Welle ist aber in den kommenden Wochen zu erwarten", hieß es am Abend in der sechsten Stellungnahme des Rates.
"Für diesen Zeitpunkt ist es wichtig, vorausschauend Öffnungsstrategien zu planen und diese Schritte verständlich zu kommunizieren." Der Rat betonte, ein zu frühes Öffnen berge die Gefahr eines erneuten Anstiegs der Krankheitslast. "Ein Zurückfahren staatlicher Infektionsschutzmaßnahmen erscheint sinnvoll, sobald ein stabiler Abfall der Hospitalisierung und Intensivneuaufnahmen und -belegung zu verzeichnen ist."

Das Kanzleramt spiegelt sich in der Fassade des Paul Löbe Haus. Foto: Michael Kappeler/dpa