Letztes Update:
20220212105519

10:29
12.02.2022
Der Immunologe Carsten Watzl weist auf Anfrage darauf hin, dass es bei den 2G-Regelungen nicht so sehr darum gehe, dass sich Ungeimpfte generell schneller ansteckten, sondern darum, dass sie ein höheres Risiko hätten, schwer zu erkranken. "Das ist auch bei Omikron noch so, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für einen schweren Verlauf mit einer Omikron-Infektion gegenüber einer Delta-Infektion auch für Ungeimpfte reduziert ist", stellt der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie klar. Vor einem solchen schweren Verlauf schützten Impfung und besonders Booster sehr gut, bekräftigt Watzl.

Foto: Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo)/dpa

10:12
12.02.2022
Die Debatte um Lockerungen der Corona-Maßnahmen läuft in Deutschland auf Hochtouren – vor dem nächsten Bund-Länder-Treffen am kommenden Mittwoch hört man auch aus der Wissenschaft unterschiedliche Stimmen, was der richtige Weg ist. Mit Blick auf die diskutierten 2G-Regelungen, die in manchen Ländern bereits gekippt wurden, sagt Epidemiologe Timo Ulrichs von der Akkon Hochschule für Humanwissenschaften in Berlin der Deutschen Presse-Agentur: "Generell wäre eine jetzige Lockerung der 2G-Regeln riskant, weil wir immer noch nicht abschätzen können, wie sich das auf die Omikron-Verbreitung und damit zeitversetzt auf die Einweisung ungeimpfter Infizierter und Erkrankter in die Krankenhäuser auswirken würde."
Zudem bleibe das Tragen von FFP2-Masken entscheidend, um die Omikron-Ausbreitung zu verlangsamen, so Ulrichs. "Maskentragen sollten wir noch mindestens bis zum vollständigen Abklingen der Omikron-Welle beibehalten."

Foto: Sina Schuldt/dpa