Letztes Update:
20220205112325

10:59
05.02.2022
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban schränkt die Berichterstattung über die Corona-Pandemie weiterhin ein, obwohl die Justiz kürzlich einem dagegen klagenden Online-Portal Recht gegeben hatte. Im nationalen Gesetzblatt wurde dazu am Freitagabend eine Verordnung veröffentlicht. Demnach liegt die Entscheidung, welche Medien Zutritt zu Einrichtungen des Gesundheitswesens bekommen, beim Corona-Krisenstab von Orbans Regierung.
Im April 2021 hatte die Regierung beschlossen, dass das für Gesundheit zuständige Ministerium den Zugang der Presse zu Krankenhäusern und Impfzentren kontrolliert. Dies erklärte ein Gericht in Budapest am Mittwoch jedoch für gesetzwidrig. Allein die Direktoren der jeweiligen Krankenhäuser hätten das Recht, darüber zu entscheiden. Nun setzte Orban seine neue Verordnung dagegen. Bürgerrechtler erwägen neue rechtliche Schritte. Orban hat die staatlichen und die meisten privaten Medien mit wirtschaftlichem und behördlichem Druck auf Regierungskurs gebracht. International steht er deshalb in der Kritik.

Foto: Yuri Kochetkov/Pool EPA/AP/dpa

10:19
05.02.2022
Das Impftempo in Deutschland schwächt sich weiter ab. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) sind am Freitag mindestens 266.000 Corona-Impfdosen gespritzt worden. Eine Woche zuvor waren es noch 428.375 Dosen - vor zwei Wochen etwa 589.000 Dosen. Mehr als zwei Drittel der am Freitag verabreichten Dosen waren Auffrischungsimpfungen. 
Insgesamt haben nach RKI-Angaben nun 74,4 Prozent der Menschen (61,8 Millionen) einen Grundschutz, für den meist zwei Spritzen nötig sind. Bisher haben den Angaben zufolge 45,1 Millionen Menschen in Deutschland (54,2 Prozent) zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Mindestens eine Impfdosis haben 75,9 Prozent der Bevölkerung (63,2 Millionen) bekommen. Das Ziel von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) war eigentlich, bis Ende Januar 80 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen Corona zu impfen.