Letztes Update:
20220129055402

04:19
29.01.2022
Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite 7-Tage-Inzidenz überschreitet erstmals die Schwelle von 1100. Das RKI gibt den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche mit 1127,7 an. Die Gesundheitsämter in Deutschland melden dem RKI binnen eines Tages 189.166 Corona-Neuinfektionen und 182 Todesfälle.
Die Zahl der Genesenen gibt das RKI mit 7.532.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, steigt auf 117.666.

Foto: Sven Hoppe/dpa

04:08
29.01.2022
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die umstrittene Verkürzung des Genesenenstatus aus medizinischer Sicht als sinnvoll bezeichnet. "Die bisherige wissenschaftliche Evidenz deutet darauf hin, dass sich Ungeimpfte nach einer durchgemachten Delta-Infektion schon deutlich früher als nach sechs Monaten mit der Omikron-Variante anstecken können", sagt Reinhardt der Rheinischen Post. "Deshalb ist die Verkürzung des Genesenenstatus aus medizinischer Sicht sinnvoll". Der Präsident der Bundesärztekammer springt damit Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zur Seite, der die Verkürzung auf drei Monate verteidigt hat.
Der Genesenenstatus war Mitte Januar auf Basis neuer Vorgaben des Robert Koch-Instituts (RKI) überraschend auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test verkürzt worden. Zuvor hatten sechs Monate gegolten. Die Entscheidung löste teils heftige Kritik aus. In anderen EU-Staaten gelten Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, für einen Zeitraum von sechs Monaten als genesen. Die Regel betrifft auch Menschen, die beispielsweise von einem EU-Land in ein anderes reisen wollen.