Letztes Update:
20220129020018

10:48
28.01.2022
UPDATE | Gesundheitsminister Karl Lauterbach spricht sich gegen Lockerungen in der aktuellen Lage aus. Er bleibe bei dem "konservativen Kurs". Der Zenit der Omikron-Welle sei noch nicht überschritten. Wenn etwa ein Gericht eine Regel kassiere oder ein Land sich mit Öffnungen profiliere, müsse er damit leben. Der SPD-Politiker betont aber: "Ich begrüße die Lockerungen nicht." Auch wenn Nachbarländer wie Dänemark gerade anders vorgehen, sei das dort so. "Aber das sind nicht wir." Für die zweite Februarhälfte oder Anfang März könne es eine "Lockerungsperspektive" geben. Mit Blick darauf sei Deutschland gerade "einigermaßen gut auf dem Weg unterwegs".
Die Maßnahmen zur Eindämmung der massiven Omikron-Welle zeigen laut Lauterbach bisher die erwartete Wirkung. "Mit den hohen Fallzahlen hatten wir gerechnet", sagt er. Sie könnten noch bis auf 400.000 pro Tag steigen. Das Ziel sei aber bisher erreicht worden, mit so wenig schweren Krankheitsverläufen und Todesfällen durchzukommen. Die Sieben-Tage-Inzidenzen lägen jetzt im Schnitt bei 1000, bei Jüngeren teils bei 2000, in der Risikogruppe der Älteren, auf die es besonders ankomme, aber zwischen 200 und 300. Dies gelinge durch die bestehenden Alltagsauflagen und Zugangsregeln wie 3G, 2G und 2G plus. "Das werden wir weiter machen", sagt er.

Wir sollten nicht vergessen, dass Covid keine reine Lungenerkrankung ist, sondern eine Systemerkrankung, die insbesondere auch die Gefäße betrifft. 10:24
28.01.2022
Intensivmediziner Christian Karagiannidis beobachtet mittlerweile auf den Intensivstationen einen deutlichen "Omikron-Effekt". Zwar sei die Hospitalisierungsrate derzeit noch "akzeptabel", dennoch zeigten sich die hohen Inzidenzen nun vermehrt auch in den Krankenhäusern.

10:14
28.01.2022
Trotz der rasant steigenden Infektionszahlen ist einer Umfrage zufolge die Angst vor Corona in Deutschland deutlich zurückgegangen. Dem ZDF-"Politbarometer" zufolge halten zwar 70 Prozent der Befragten "Corona und die Folgen" weiter für das wichtigste Problem, sehen jetzt noch 42 Prozent ihre Gesundheit durch das Virus gefährdet. Vor zwei Wochen waren es noch 53 Prozent. Inzwischen wird aus Sicht vieler Experten klarer, dass eine Infektion mit der hochansteckenden Omikron-Variante häufig einen eher milden Krankheitsverlauf auslöst.

Spürbar gestiegen ist die Zufriedenheit mit den aktuell geltenden Corona-Maßnahmen, laut "Politbarometer" von 44 auf 49 Prozent. Nur noch 25 Prozent der Befragten meinen, die Maßnahmen müssten härter ausfallen (minus 5), während 23 Prozent (plus 1) sie für übertrieben halten. Gut ein Fünftel der Befragten (21 Prozent) glaubt, die Pandemie werde nach Omikron hierzulande im Großen und Ganzen überwunden sein, 75 Prozent gehen davon aus, dass es nach Omikron weitere Wellen mit neuen Virusvarianten und hohen Fallzahlen geben wird.