Letztes Update:
20211224020024

01:17
24.12.2021
Gesundheitsexperten kritisieren die wegen der Feiertage erwartete Ungewissheit bei den Informationen über die Entwicklung der Pandemie in Deutschland. "Es ist mir vollkommen unverständlich, warum wir nach wie vor an jedem Wochenende eine unklare Datenlage haben, wie auch an Feiertagen", sagt der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, der Welt. "Wir sind nicht auf der Höhe der Zeit. Die Daten, die wir in den nächsten Wochen bekommen werden, dürften unterschiedlichsten Interpretationen Tür und Tor öffnen. Darunter sicher viele falsche."
Der Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hatte am Mittwoch auf ein zu erwartendes unvollständiges Bild hingewiesen.

00:28
24.12.2021
Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger spricht sich gegen die Freigabe von Impfstoffpatenten aus. "Damit würden wir die Impfstoffentwicklung gefährden", sagt die FDP-Politikerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. "Die Unternehmen forschen lange und investieren viel, bevor sie eine Zulassung bekommen. Eine Freigabe der Patente würde das zunichte machen." Eine andere Frage sei, ob die Produktionskapazitäten nicht weiter erhöht werden könnten.
Stark-Watzinger betont, Deutschland sei einer der größten Geldgeber für die internationale Impfstoffallianz Cepi. "Auch haben und werden wir viele Millionen Impfstoffdosen spenden", sagt sie.

00:01
24.12.2021
Corona-Ausbrüche mit der neuen Omikron-Variante bewegen sich laut dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts auf einem anderen Level als bisher. "Die Ausbrüche bei Omikron sind beeindruckend. Sehr viele Menschen, die sich mit einem Infizierten in einem Raum befinden, können sich anstecken. Sehr viele werden auch krank", sagt Lothar Wieler im Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Das ist eine andere Dimension, als wir sie von Delta kennen." Delta ist die seit Monaten vorherrschende Variante in Deutschland.
Auch Geimpfte, deren Impfung länger zurückliege, könnten erkranken und zur Virusübertragung beitragen, sagt Wieler dem RND. Die Impfung schütze aber nach bisherigen Erkenntnissen "sehr gut" vor schweren Verläufen.

Foto: Kay Nietfeld/dpa